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Die Darstellung einer vereinfachten Realität ist ein wichtiges Element von "Serious Games" Bild: Corbis

Die Darstellung einer vereinfachten Realität ist ein wichtiges Element von "Serious Games", da die Wirklichkeit oft viel zu komplex ist, um schnell verstanden zu werden.

Die Fast-Realität bestimmt das Szenario und die Geschichte des Spiels – und auch Stadtspieler kann individuell auf konkrete Projekte abgestimmt werden. Zu Beginn kann zum Beispiel eine übergeordnete Frage formuliert werden. Ebenso können die zum Einsatz kommenden Themen- und Ereigniskarten an die tatsächliche Situation im Quartier angepasst werden. Und für Unternehmen kann die Spielfläche auch gegen den Grundriss einer Fertigungsstätte getauscht werden, um die interne Kommunikation zu trainieren.

"Mit Stadtspieler lässt sich das Agieren in verschiedenen Szenarien üben. Wer umsichtig plant, sollte immer einen Plan B haben. Für den Fall, dass sich die Rahmenbedingungen ändern." Professor Andreas Schneider, HSR Hochschule für Technik Rapperswil

 

Neue Perspektiven eröffnen

Neben dem Problemlösen steht bei Serious Games das (gegenseitige) Verstehen im Vordergrund, wie Müller-Kreiner den Zusammenhang von Lernen und Spielen erläutert: "Lernspiele sollen Systeme darstellen, da es Betroffenen leichter fällt, Fähigkeiten und Strategien zu entwickeln, wenn sie sehen, wie diese in einem größeren Zusammenhang stehen und in einem komplexen System wirken." In der Praxis der Wohnungswirtschaft wird stets das Ziel im Vordergrund stehen, Schnittmengen zwischen unterschiedlichen Interessen und Eigenheiten verschiedener Akteure sichtbar zu machen. Oder wie Entwickler Pohl formuliert: "Es geht nicht um ein Spiel, es geht um Kommunikation."

Weitere Kapitel:

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Eine ungekürzte Version dieses Artikels finden Sie in der DW 1/2018.

Schlagworte zum Thema:  Stadtentwicklung, Wohnungswirtschaft, Neubau, Krisenbewältigung, Kommunikation

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