09.07.2013 | Frankfurt-Riedberg

Spatenstich für erstes Mehrparteienhaus im Effizenzhaus-Plus-Standard

) Dr. Hain, Olaf Cunitz, Florian Rentsch, Prof. Dilger und Friedhelm Flug - Geschäftsführer HA Stadtentwicklungsgesellschaft
Bild: Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt

In Frankfurt Riedberg wurde der erste Spatenstich für ein Mehrparteienhaus im Effizenzhaus-Plus-Standard gefeiert. Das rund 7,4 Millionen Euro teure Gebäude der Nassauischen Heimstätte bietet auf vier Geschossen plus Staffelgeschoss mit zusammen 1.618,50 Quadratmetern Raum für 17 Zwei- bis Vier-Zimmerwohnungen.

Die Architektur ermöglicht, das Tageslicht optimal zu nutzen und durch eine Photovoltaikanlage Solarenergie zu erzeugen. Außerdem erhält die Südseite der Fassade eine Beschichtung mit Photovoltaikzellen. Die Anlage produziert genügend Strom, um den Energiebedarf des Hauses zu decken und um beispielsweise die Mobilität von Elektroautos zu sichern, die im Untergeschoss aufgeladen werden können. Der Energieüberschuss wird auf rd. 32.000 Kilowattstunden jährlich geschätzt. Damit können zehn Elektromobile jeweils 12.800 Kilometer fahren. 

Die Konstruktion von Boden, Wänden, Fenstern und Dach entspricht den Anforderungen des Passivhausstandards. Die Wohnungen sind mit einer mechanischen Lüftung mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die im Fußboden enthaltene Niedrigtemperaturheizung wird über eine Wärmepumpe betrieben, die mit einem unterirdischen Wasser- bzw. Eisspeicher und einem Solarabsorber kombiniert ist. 

Das Land fördert die Wohnungen mit 1.661.000 Million Euro. Die Stadt Frankfurt beteiligt sich an der Finanzierung mit 1.662.000 Euro. Außerdem wird ein Darlehen in Höhe von 850.000 Euro aus Mitteln der KfW aus dem Programm „Energieeffizient Bauen – Passivhaus 40“ mit Zuschuss aus dem Hessischen Programm zur Energieeffizienz im Mietwohnungsbau zur Verfügung gestellt.

Schlagworte zum Thema:  Neubau, Energiewende

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