| Flüchtlingsunterbringung

Neusser Bauverein baut Zentrale Unterbringungseinrichtung

Dirk Reimann, Vorstand der Neusser Bauverein AG (2. v. l.), NRW-Innenminister Ralf Jäger (4. v. l.) und Frank Lubig, Vorstandsvorsitzender der Neusser Bauverein AG (2. v. r.) beim Spatenstich
Bild: Neusser Bauverein AG

Die Neusser Bauverein AG baut im Auftrag der Stadt eine Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge. Das Wohnungsunternehmen investiert 29 Millionen Euro in den Bau.

Ein 15.000 Quadratmeter großes Grundstück in der Neusser Stresemannallee wurde zu diesem Zweck durch das Wohnungsunternehmen erworben. Anfang Juni wurde der erste Spatenstich gefeiert, danach begannen die Erschließungsarbeiten. Anfang 2016 soll mit der Errichtung der Gebäude begonnen werden. Innerhalb eines Jahres entstehen acht 3-geschossige Wohngebäude, vier eingeschossige Funktionshäuser und ein Kopfgebäude. In über 200 Räumen sollen bis zu 800 Flüchtlinge untergebracht werden. Geplant sind 50 Zweibettzimmer, 145 Zimmer mit jeweils vier Betten und zehn Mehrbett-Zimmer für Familien. In den Funktionshäusern sollen Freizeit- und Religionsräume eingerichtet werden. Zudem sind vier Kinderspielräume geplant.

Die Neusser Bauverein AG errichtet die Gebäude nach einem Entwurf von Schmale Architekten, Grevenbroich. Das Land NRW mietet die Gebäude als Zentrale Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge für einen Zeitraum von 25 Jahren an. Die neue ZUE ersetzt dann die bisherige Landeseinrichtung im ehemaligen Alexianer-Krankenhaus an der Nordkanalallee.

Die geplante Einrichtung sei ein Zeichen von Fortschritt, sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger beim symbolischen ersten Spatenstich im Juni 2015. "Mit ihr richten wir uns auf die zukünftig immer größer werdenden Herausforderungen bei der Flüchtlingsaufnahme ein. Wir schaffen hier eine menschenwürdige Unterbringung", sagte Jäger.

In der Fachzeitschrift DW Die Wohnungswirtschaft, Ausgabe 4/2015, sind mehrere Artikel erschienen, die sich mit Flüchtlingsunterbringung und Willkommenskultur befassen.

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Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Neubau

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