Kapitel
Visualisierung des EZB-Neubaus Bild: EZB

Hinzu kommt, dass die Niedrigzinspolitik eine Therapie mit Risiken und Nebenwirkungen ist. Sie darf deshalb nicht zur Langfristtherapie werden.

Langfristig entfaltet die lockere Geldpolitik negative Wirkungen, weil das oftmals notwendige Streben nach Rendite zu Fehlallokationen führen kann und die Gefahr der Assetpreisinflation steigt. Die jüngsten Entwicklungen an vielen Immobilienmärkten und Aktienbörsen können als Indiz für diese Gefahr gewertet werden. Gleichzeitig setzt dauerhaft verfügbares "billiges Geld" falsche Anreize für die Wirtschafts- und Haushaltspolitik der europäischen Regierungen sowie für hoch verschuldete Unternehmen. Der Reformdruck lässt nach, der notwendige Strukturwandel wird verhindert. Zudem gefährdet die Niedrigzinspolitik der EZB die kapitalgedeckte Altersvorsorge und Vermögensbildung von Millionen Sparern.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Finanzierung, Zinsen, Finanzmärkte

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