01.05.2012 | Frankfurter-Riedberg

Erstes Plus-Energie-Haus im Geschosswohnungsbau

Plus-Energie-Haus im Frankfurter Stadtteil Riedberg
Bild: Nassauische Heimstätte

Die Nassauische Heimstätte baut im Frankfurter Stadtteil Riedberg ein Plus-Energie-Haus. Das nach Firmenangaben weltweit erste Mehrparteienhaus in diesem Standard bietet 20 Zwei- bis Fünf-Zimmerwohnungen auf 1.600 Quadratmetern Gesamtfläche in fünf Geschossen.

Es handelt sich dabei um vier Vollgeschoss und ein Dachgeschoss. Die ersten Mieter sollen im Frühjahr 2014 einziehen. „Das Aktivhaus, das auch noch einen Energieüberschuss für andere Anwendungen wie Elektromobilität erzeugt, ist ein Pionierprojekt“, sagt Geschäftsführer Prof. Thomas Dilger.

Der Energieüberschuss soll gleich vor Ort verwendet werden und Elektroautos und E-Bikes in der Tiefgarage aufladen. Theoretisch reicht die Menge, damit die zehn vorgesehenen Elektromobile jeweils 13.200 Kilometer pro Jahr fahren. Gesucht wird für diese Verbindung von Plus-Energie-Bauweise und Elektromobilität zurzeit noch ein Partner für ein Car-Sharing-Modell. Der Strom wird ausschließlich über die hauseigenen Photovoltaikmodule erzeugt. Damit versorgt sich das Gebäude nicht nur völlig autark mit Energie, sondern ist auch frei von jeglichen CO2-Emmissionen“, ergänzt Prof. Manfred Hegger, der mit seinem Kasseler Büro HHS Planer + Architekten das Plus-Energie-Haus entworfen hat.

Alle Wohnungen werden mit modernen Haushaltsgeräten des Energieeffizienzlabels A++ vollausgestattet vermietet. Die Baukosten von rund 3,4 Millionen Euro liegen um rund 25 Prozent über denen eines herkömmlich nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung errichteten Gebäudes.

Schlagworte zum Thema:  Energieversorger, Energieeinsparverordnung

Aktuell

Meistgelesen