| Energieversorgung

Gewobag setzt Mieterstrom-Projekt in Berlin um

Die Leistungsfähigkeit des BHKW wird mit einem Heißwasserkessel ergänzt
Bild: Urbana Energietechnik AG & Co. KG

Das Berliner Wohnungsunternehmen Gewobag und die Urbana Energietechnik AG & Co. KG realisieren in der Großsiedlung Falkenhagener Feld in Berlin-Spandau ein Eigenstromprojekt für 1.423 Wohneinheiten.

Ab April sollen die Wohneinheiten mit Wärme und vor Ort erzeugtem Strom versorgt werden. Wichtiger Bestandteil des Projekts sind KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung), die neben Wärme auch Eigenstrom produzieren und mit Smart-Meter-Lösungen kombiniert werden.

Eigenstrom könnte nach Ansicht von Gewobag-Vorstand Markus Terboven zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Für Wohnungsunternehmen habe Eigenstromvermarktung den Vorteil, dass sie den Vermietern neue Erlösmöglichkeiten und den Mietern günstige Strompreise biete. Durch dezentralen Einsatz von Blockheizkraftwerken (BHKW) können Wärme und Strom hocheffizient direkt im Wohngebäude produziert werden. Ziel der Gewobag ist es, den auf diese Weise erzeugten Strom günstiger als der örtliche Grundversorger anbieten zu können. Für den Mieter seien nach Angaben des Wohnungsunternehmens – abhängig von Haushaltsgröße und Tarif – Einsparungen von bis zu 100 Euro pro Jahr möglich.

Das Pilotprojekt zur Eigenstromversorgung ist nicht die einzige Neuigkeit zum Falkenhagener Feld. Noch bis zum 8. April 2014 zeigt eine Ausstellung mit dem Titel „50 Jahre Falkenhagener Feld“ Einblicke in die Geschichte dieser Großsiedlung.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Energie, Blockheizkraftwerk, Wärme

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