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Energiebedarf in Langener Wohnquartier soll halbiert werden

Die Projektpartner (v.l.): Manfred Pusdrowski (Direktor Stadtwerke Langen), Dr. Constantin Westphal (Geschäftsführer Nassauische Heimstätte), Frieder Gebhardt (Bürgermeister Stadt Langen), Monika Fontaine-Kretschmer (Stadtentwicklung NH ProjektStadt), Bernd Bleines (Direktor Caritas Offenbach)
Bild: Roland Sorger

In Langen wollen die Stadt, die Stadtwerke und die Nassauische Heimstätte mit ihrer fürs Sanierungsmanagement zuständigen Tochter NH ProjektStadt in einem Quartier mit 352 Wohnungen bis 2023 den Energiebedarf halbieren.

Dies soll durch Modernisierung, effizientere Anlagen und ein verändertes Verbrauchsverhalten der Mieter erreicht werden.

Ein Großteil der Gebäude, die in den 1960er Jahren errichtet wurden, sollen auf den Gebäudeenergiestandard Effizienzhaus 85 gebracht werden. Zudem werden die Stadtwerke künftig von ihrer neuen Heizzentrale bei der Feuerwehr die in der Nähe liegenden Wohnungen der Nassauischen Heimstätte mit Wärme beliefern. Herzstück der Zentrale ist ein Blockheizkraftwerk mit einem Erdgasmotor, der sowohl Wärme als auch über einen Generator Strom erzeugt, der ins Netz der Stadtwerke eingespeist wird. Die dadurch erzielten Einnahmen verringern den Wärmepreis.

Zur Aufklärung der Mieter wurden Anschreiben und Aushänge in den Gebäuden eingesetzt. Den Anschreiben waren Flyer beigelegt, die von den Mietern mit ihren Kontaktdaten ausgefüllt werden sollten. Die Teilnehmer erhielten von der CariJob gemeinnützige GmbH eine kostenlose Energieberatung. CariJob ist eine Tochter des Caritasverbandes Offenbach, die sich um die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen und Behinderten kümmert und diese u. a. zum Energieberater weiterbildet. Um für die Mieter weitere Anreize zu setzen, bekam jeder Teilnehmer eine Steckerleiste und die Chance, energieeffiziente Haushaltsgeräte zu gewinnen.

Von großer Bedeutung sei es, das Sanierungskonzept sozialverträglich umzusetzen, betonte Dr. Constantin Westphal, der für die Immobilienbewirtschaftung zuständige Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt. "Wir haben Lösungen gefunden, die zwischen sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen einen guten Ausgleich schaffen", sagte Dr. Westphal. Der Bund unterstützt das Projekt mit Fördermitteln aus dem Programm zur energetischen Stadtsanierung.

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Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Quartiersentwicklung, Energieeffizienz

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