19.07.2013 | Top-Thema DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft 2013

Erfahrung aus 10 Jahren DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft

Kapitel
Die Auszeichnungen aus dem Jahr 2012
Bild: DW

Die Preisträger von heute setzen die Standards für morgen! In der Rückschau auf 10 Jahre Wettbewerb kann die DW Die Wohnungswirtschaft dokumentieren, wie sich die Branche entwickelt. Der Aareon AG ist sehr zu danken, dass sie das große Forum des Aareon Kongresses in Garmisch-Partenkirchen bereitstellt, um die jeweiligen Wettbewerbssieger zu prämieren und damit kontinuierlich die Entwicklung in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft zu demonstrieren.

Der Auslober, die Zeitschrift DW und die Experten aus Wohnungsunternehmen, Verbänden, Lehre und Forschung konnten sich im Jahr 2003, als die Idee für den DW-Zukunftspreis geboren wurde, kaum den Erfolg ihrer Idee vorstellen. Der damalige Chefredakteur der DW und Dr. Alflen, Vorstandsvorsitzender der Aareon AG, hatten mit ihrem Vorschlag, einen bundesweiten Innovationspreis für die Wohnungswirtschaft auszuloben, beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU) Unterstützung, namentlich mir, gefunden. Der BBU hatte mit den schon einige Jahre laufenden Wettbewerben anlässlich der BBU-Tage Erfahrungen mit der Organisation von Wettbewerben. Lutz Freitag, der damalige Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, übernahm die Schirmherrschaft für den Wettbewerb.
„Wettbewerbe wie dieser, mit ihrer gewünschten und positiven Außenwirkung, sind auch geeignet, Kreativität, Prozessoptimierung und kontinuierliche Verbesserungsprozesse in der Branche gemeinsam mit den auch betroffenen Mietern in Gang zu setzen und in den Blickpunkt des Interesses zu rücken“, konnte denn auch Prof. Dr. Hansjörg Bach, der zum Vorsitzenden der Jury berufen wurde, in seiner ersten Laudatio anlässlich des Aareon-Kongresses 2004 in Garmisch-Partenkirchen ankündigen. Und er behielt Recht. Die GdW-Präsidenten und die Chefredakteure der DW wechselten, die Jury wurde jeweils aus Experten der Wohnungswirtschaft berufen, aber das bewährte Organisationsteam mit dem Vorsitzenden der Jury sorgte für Kontinuität und sicherte den Erfolg des Wettbewerbs.
Als erstes Thema für den Wettbewerb wurde das gerade mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen/Geislingen entwickelte Betriebskostenmanagement auf Grundlage der Geislinger Konvention ausgelobt. Der Wettbewerb erhielt den Titel „Contra 2. Miete“. Die erfolgreichen Wettbewerbsprämierungen zeigten, dass Betriebskosten aber keine 2. Miete in der Wohnungswirtschaft sind.
Die 27 Beiträge zum ersten Wettbewerb 2004 dokumentierten in eindrücklicher Weise, dass insbesondere in den unter wirtschaftlichem Druck stehenden Wohnungsunternehmen in den neuen Ländern Kostensenkungsstrategien erfolgreich umgesetzt wurden. Wegen des großen Erfolges wurden auch im Jahr 2005 erfolgreiche Beispiele des Betriebskostenmanagements unter dem Motto „Contra 2. Miete“ ausgezeichnet.
In den Jahren 2006 und 2007 wurden Beiträge unter dem Motto „Wohnen im Wandel – Nachbarschaften, Kundenorientierung, Dienstleistung, Services“ prämiert.
2008 und 2009 lag der Schwerpunkt auf der Dokumentation der Wohnungsunternehmen für die „Profession fürs Wohnen“.
Im Jahr 2010 wurden Nachhaltigkeitskonzepte ausgezeichnet, die eine umfassende Unternehmensstrategie dokumentierten und zeigten, dass die „Nachhaltigkeit in der Wohnungswirtschaft: mehr als Modebegriff und Energieeinsparung“ ist.
2011 zeigten die vielen Beiträge der Teilnehmer, dass die „Immobilienwirtschaft auf dem Weg zu einer neuen Wirtschaftlichkeit“ ist. Gleiches wurde mit der Prämierung des Jahres 2012 „Effizienz 2020“ bestätigt; die Wohnungsunternehmen haben auf dem Weg von der Wohnungsverwaltung hin zu wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen bereits die längste Wegstrecke zurückgelegt.
Und zwar mit Nachdruck, was die diesjährigen Einreichungen und Prämierungen zum DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft 2013: WEB 2.0 – Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft“ nachdrücklich belegt.
Die Rückschau auf die seit dem Jahr 2004 eingegangenen 271 Beiträge und die 49 Prämiierungen zeigen, dass in der Branche voneinander gelernt wird. Prämiert wurden jeweils Beiträge, die die Spitze der Entwicklung darstellten. Ebenfalls hervorragende Beispiele zu dem gleichen Thema hatten in den Folgejahren aber nur dann eine Chance, ausgezeichnet zu werden, wenn sie die prämierten Ansätze des Vorjahres weiterentwickelten.

Siegfried Rehberg,

Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. Berlin und Jurymitglied für den DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft

Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung

Aktuell

Meistgelesen