Das Projekt "Klinkebogen" in Düsseldorf-Unterrath wurde mit Rotklinker und Stufengiebeln realisiert Bild: Max Hampel

Nach etwa zwei Jahren Bauzeit hat die Wogedo Wohnungsgenossenschaft Düsseldorf-Ost das Neubauprojekt "Klinkebogen" fertiggestellt. Rund 17,5 Millionen Euro hat der Bau von 59 Wohnungen und zwei Stadthäusern in Düsseldorf-Unterrath gekostet.

Entstanden ist an der Unterrather Straße 27-41 / Hofershofstraße 1a ein Mix aus insgesamt Ein- bis Fünfzimmerwohnungen mit Größen zwischen 50 und 130 Quadratmetern in sechs Wohnhäusern. Die Wohnungen sind mit Loggien oder Terrassen, elektrischen Rollläden, Fußbodenheizung und solarbetriebener Warmwasseraufbereitungsanlage ausgestattet. Die beiden Stadthäuser verfügen über jeweils 119 Quadratmeter Wohnfläche. Mit dem Projekt hat die Wohnungsgenossenschaft eine Bestandsersatzplanung umgesetzt. Alle Wohnungen im ‚Klinkebogen‘ sind bereits vermietet.

Hauptaugenmerk liegt auf bezahlbare Mieten

Obwohl das Unternehmen nicht verpflichtet gewesen sei, die Miethöhe entsprechend dem städtischen Handlungskonzept "Zukunft Wohnen.Düsseldorf" zu begrenzen, liege die "Klinkebogen"-Miete mit 9,20 Euro je Quadratmeter monatlich deutlich unterhalb der dort definierten Höchstgrenze von 9,85 Euro für preisgedämpfte Wohnungen. Damit seien die Wohnungen wesentlich günstiger als vergleichbare Wohnungen im Stadtteil, teilte die Wogedo mit. Die Genossenschaft nehme außerdem das Thema Wohnungsknappheit sehr ernst, betonte Vorstand Andreas Vondran in diesem Zusammenhang: "Als Initiator und Mitglied des Düsseldorfer Bündnisses für genossenschaftliches Wohnen haben wir uns dazu verpflichtet, für mehr bezahlbaren Wohnraum im Stadtgebiet zu sorgen." In Zukunft wolle das Unternehmen weitere Projekte für bezahlbares Wohnen umsetzen.

Neubau orientiert sich an städtebaulichen Gegebenheiten

Städtebaulich sollte sich die Neubebauung an den Bedürfnissen des Standortes orientieren, so die Genossenschaft: Mit historischen Bauelementen wie der echten Klinkerfassade und den Stufengiebeln wolle man das Stadtbild und den benachbarten Klinkeplatz aufwerten. Für das Projekt wurde der Entwurf des Frankfurter Architekturbüros Stefan Forster Architekten verwirklicht, der 2013 von einer Jury bestehend aus Vertretern der Politik und Stadtverwaltung sowie der WOGEDO ausgewählt wurde.

Düsseldorfer Bündnisses für genossenschaftliches Wohnen

Das Düsseldorfer Bündnis für genossenschaftliches Wohnen wurde im April 2017 von den fünf Düsseldorfer Wohnungsgenossenschaften BWB Beamten-Wohnungs-Baugenossenschaft eG, DüBS Düsseldorfer Bau- und Spargenossenschaft e.G., DWG Düsseldorfer Wohnungsgenossenschaft eG, EBV Eisenbahner-Bauverein eG und WOGEDO gemeinsam mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (VdW) gegründet. Gemeinsam will man für mehr bezahlbaren Wohnraum in Düsseldorf sorgen. Dabei soll die Landeshauptstadt Düsseldorf prüfen, welche Grundstücke den Genossenschaften zur Bebauung zur Verfügung gestellt werden können. Die Genossenschaften verpflichten sich wiederum, freiwillig die Vorgaben des Handlungskonzeptes "Zukunft Wohnen. Düsseldorf." bei ihren Neubauprojekten einzuhalten und haben darüber hinaus weitere selbstverpflichtende Leitlinien aufgestellt, die zu einer besseren Versorgung der Düsseldorfer Bürger mit qualitätsvollen, generationengerechten und energieeffizienten Wohnungen beitragen sollen.

Schlagworte zum Thema:  Neubau, Genossenschaft, Wohnungswirtschaft

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