04.03.2013 | Campus Efeuweg

Modellvorhaben soll Gropiusstadt aufwerten

Modell für eine neue Gropiusstadt - entworfen von Studenten der TU Berlin
Bild: Studierendenarbeiten der TU Berlin/Projekt Campus Efeuweg – Modell(e) für eine neue Gropiusstadt

Unter dem Leitsatz „Mit Bildung zusammen wachsen“ realisieren der Bezirk Neukölln und die degewo in einer bisher in Berlin einmaligen Kooperation von Stadtverwaltung und Wohnungsbaugesellschaft gemeinsam das Modellvorhaben Campus Efeuweg.

Ziel ist, die Gropiusstadt als moderne und soziale Großsiedlung Berlins zu entwickeln, aufzuwerten und dafür mit vereinten Kräften in die Bildungsinfrastruktur zu investieren. 

In Anlehnung an die Erfahrungen und Ergebnisse im Neuköllner Modellprojekt Campus Rütli – CR² wird mit dem Vorhaben Campus Efeuweg im Süden Neuköllns eine neue Bildungs-, Sport- und Freizeitlandschaft geschaffen, die zu einer Verbesserung der Bildungs-, Wohn- und Lebensqualität in der Großsiedlung beiträgt. Seit 2010 gibt es dafür Kooperationsvereinbarungen zwischen dem Bezirk Neukölln, der degewo AG, der Technischen Universität Berlin und der Bauhaus-Universität Weimar zur Erarbeitung von „Modellen für eine neue Gropiusstadt“. 

Das Bezirksamt Neukölln und die Bezirksverordnetenversammlung haben fraktionsübergreifend und einstimmig der Bildung einer Gemeinschaftsschule durch Zusammenschluss der Walt-Disney-Grundschule und der Liebig-Schule (Integrierte Sekundarschule) sowie der Entwicklung des gesamten Geländes hin zu einem Bildungscampus zugestimmt. Zum Schuljahr 2013/2014 werden beide Schulen zur 4. Gemeinschaftsschule Neuköllns mit ca. 850 Schülerinnen und Schülern zusammenwachsen. Ein Erweiterungsbau für den künftigen gebundenen Ganztag als Zentrum für Sprache und Bewegung ist geplant. 

Weitere Campus-Einrichtungen sind: das Oberstufenzentrum Chemie–Physik–Biologie „Lise Meitner“, die Evangelische Kindertagesstätte „Dreieinigkeit“, die bezirkliche Jugendfreizeiteinrichtung „UFO“ sowie zwei Sportanlagen, die ebenfalls umfangreich modernisiert werden: das Kombibad Gropiusstadt der Berliner Bäder-Betriebe und das degewo-Stadion. 

Unter Beteiligung der lokalen Akteure entwickelten bereits 2012 Studenten der TU Berlin mit Unterstützung der Kooperationspartner Zukunftsbilder in Form von Gebiets- und Gebäudeentwürfen für die Gropiusstadt. Teile der Entwürfe sollen konkret umgesetzt werden. Zur Realisierung wurde bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ein Förderantrag für den Quartiersfonds 4 für die Jahre 2013 und 2014 mit einem Budget von insgesamt 285.072 Euro bewilligt. 

Weitere Informationen: www.bezirksamt-neukoelln.de und www.degewo.de

Schlagworte zum Thema:  Stadtentwicklung

Aktuell

Meistgelesen