04.02.2015 | Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende

Energiewende braucht bessere Rahmenbedingungen

Axel Gedaschko, Präsident des GdW
Bild: GdW

Anlässlich des Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende, der am 3.2.2015 in Berlin stattfand, forderte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, passende politische und rechtliche Voraussetzungen für die Energiewende.

Für Wohnungsgenossenschaften biete insbesondere die direkte Energieversorgung der Mitglieder ein großes Potenzial, so Gedaschko. Dieses Potenzial müsse gemeinsam gehoben werden. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) behandele allerdings Mieter beziehungsweise Nutzer und Eigenheimbesitzer nicht gleich. Das betrifft zum einen die EEG-Umlage, die Mieter im Gegensatz zu Eigenheimbesitzern voll zahlen. Zum anderen bestehen steuerliche Hemmnisse, die den Bau sowohl von Photovoltaikanlagen als auch von Blockheizkraftwerken behindern. Zu begrüßen seien dagegen die aktuellen Verbesserungen bei der KfW-Förderung hinsichtlich Tilgungszuschüssen und Zinsen im Bereich Energieeffizienz.

Dr. Eckhard Ott, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes (DGRV), beklagte bürokratische Hürden bei der Gründung von Energiegenossenschaften. Seit 2005 hat sich die Anzahl der Energiegenossenschaften in Deutschland verzehnfacht. Die Gründungen seien 2014 allerdings um 50 Prozent niedriger ausgefallen. Vor allem das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), das den grauen Kapitalmarkt regulieren soll, verunsichere viele Genossenschaften. "Obwohl das Genossenschaftsgesetz bereits einen umfassenden Schutz der Mitglieder gewährleistet, werden die Genossenschaften mit bürokratischen Anforderungen konfrontiert, die für Investmentfonds gedacht sind. Hier muss die Politik zügig Abhilfe schaffen", sagte Ott.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Veranstaltung, Energie

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