03.11.2015 | GdW und BAGSO

Neues "Bündnis für ein technikgestütztes und selbstbestimmtes Wohnen" gegründet

GdW-Präsident Axel Gedaschko: "Wohnung muss zunehmend zu einem Standort für Gesundheit und Pflege werden"
Bild: GdW

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) haben ein "Bündnis für ein technikgestütztes und selbstbestimmtes Wohnen" gegründet.

Anlässlich des Berliner Pflegekongresses gaben GdW-Präsident Axel Gedaschko und Prof. Dr. Dr. Ursula Lehr, Vorsitzende der BAGSO, das gemeinsame Engagement bekannt und überreichten dem Pflegebeauftragten der Bundesregierung Karl-Josef Laumann eine gemeinsame Erklärung.

"Die Wohnung muss zunehmend zu einem Standort für Gesundheit und Pflege werden, wenn wir den demografischen Wandel in Deutschland erfolgreich bewältigen wollen", sagte Axel Gedaschko.

Technikgestütztes Wohnen kann dazu beitragen, den Betreuungsgrundsatz "ambulant vor stationär" in der Praxis zu befördern. Dadurch können die Bedürfnisse vieler Menschen erfüllt werden, die eine frühzeitige stationäre Betreuung vermeiden wollen. Zugleich können Kosten für die Sozialkassen im Rahmen gehalten werden. Benötigt werden hierfür Lösungen für unterschiedliche Bedarfs- und Einkommensgruppen sowie flankierende Dienstleistungskonzepte, die – etwa durch die Einbindung ehrenamtlicher Mitarbeiter in Nachbarschaftsstrukturen oder kirchlichen Kontexten – auch niedrigere Einkommensgruppen einbeziehen.

Um technikunterstütztes Wohnen erfolgreich in die Realität umzusetzen, müssen laut GdW und BAGSO zwei Hemmnisse beseitigt werden: schwierige Finanzierungsbedingungen sowie unzureichende Kenntnisse der Menschen über Angebot und Nutzen. Generell müssen neue Finanzierungs- und Geschäftsmodelle entwickelt und erprobt werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es in der wi Wohnungspolitische Informationen.

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Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Barrierefreiheit, Altengerechtes Wohnen

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