Die immobilienwirtschaftlichen Verbände und die Regierung setzen ihre Zusammenarbeit im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen fort. (Symbolfoto) Bild: Corbis

Alle Partner im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen setzen ihre Zusammenarbeit fort. Auch der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. wird sich gemeinsam mit den anderen Verbänden der BID sowie Haus und Grund wieder am Bündnis des Bundesbauministeriums beteiligen. "Wir haben eine gemeinsame Grundlage erarbeitet, anhand deren wir die deutlichen Konflikte zwischen der Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum und der Klimaschutzpolitik bearbeiten wollen", sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko.

Im November 2016 hatten die immobilienwirtschaftlichen Verbände bekannt gegeben, dass sie vorerst keine Grundlage mehr für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Regierung im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen sahen. Kritikpunkt war, dass die Folgen der Klimaschutzvorgaben für den Gebäudesektor im damals von der Bundesregierung beschlossenen Klimaschutzplan 2050 noch nicht kalkuliert seien. 

Kompromisse zwischen Klimaschutz und bezahlbarem Wohnen gesucht

In konstruktiven Gesprächen haben sich jetzt das Bundesbauministerium und die Verbände darauf geeinigt, in den kommenden Monaten und Jahren Maßnahmen zu entwickeln, die sowohl dem Klimaschutz als auch dem bezahlbaren Wohnen und Bauen gerecht werden.

Die Basis der weiteren Zusammenarbeit bildet die Vereinbarung, dass klimapolitisch begründete Investitionen für Mieter und Selbstnutzer der Gebäude sozial ausgewogen bleiben müssen und für die Eigentümer nicht unwirtschaftlich sein dürfen. "Nur unter Einhaltung dieser Prämisse werden wir mit der gemeinsamen Arbeit weiter vorankommen", sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko.

"Wir haben das Bündnis auf eine neue Arbeitsgrundlage gestellt und den Weg für eine langfristige gemeinsame Zusammenarbeit über die Bundestagswahl hinaus abgesteckt", sagte Andreas Ibel, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID). Im Rahmen einer Innovationspartnerschaft werde man innovative, wirtschaftliche Ansätze für eine technologieoffene Minderung von Treibhausgasen entwickeln, so Ibel.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungspolitik

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