Als Antwort auf den hohen Neubaubedarf: Im Kreis Stormarn haben Partner aus Politik und Wohnungswirtschaft das "Stormarner Bündnis für bezahlbares Wohnen" gegründet. Ziel ist die Realisierung von jährlich bis zu 500 neuen, bezahlbaren Mietwohnungen in dem Landkreis.

Beteiligt sind neben dem Kreis Stormarn auch 36 kreisangehörige Städte und Gemeinden, der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. (VNW), der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) Landesverband Nord e.V. sowie acht Wohnungsunternehmen. Die Unterzeichnung der Vereinbarung geschah am 23.4.2018 im Rahmen der Kreistagssitzung in Bad Oldesloe.

"Wohnen gestalten und unterstützen"

Mit der Vereinbarung über ein Stormarner Bündnis für bezahlbares Wohnen wolle man qualitätsvolles und bedarfsgerechtes Wohnen im Kreisgebiet verstärkt gestalten und unterstützen, teilten die Bündnispartner mit.

"Das Wohnungsbündnis bietet die Chance, dass die Kommunen ihre Wohnraumplanung mehr als bisher mit Nachbargemeinden abstimmen und vermehrt gemeinsame Wohnungsbaugebiete ausweisen können. Eine Zusammenarbeit von kleineren Kommunen beispielsweise durch eine gemeinsame Planung von Wohnprojekten und der sozialen Infrastruktur sind für die Schaffung bezahlbarer Wohnungen unverzichtbar", Andreas Breitner, VNW-Verbandsdirektor

 

Man wolle dazu beitragen, so die Bündnispartner, für alle Bevölkerungsgruppen bedarfsgerechten, infrastrukturell gut angebundenen und bezahlbaren Wohnraum in angemessener städtebaulicher Qualität neu zu schaffen und zu erhalten - das Ganze unter Berücksichtigung der Vorgaben des Klimaschutzes und der Ziele des Schleswig-Holsteinischen Wohnraumförderungsgesetzes (SHWoFG) sowie der Zugrundelegung des Wirtschaftlichkeitsgebotes.

Netzwerk von Kommunen und Wohnungswirtschaft

Durch das Bündnis soll ein Netzwerk zwischen kommunalen Partnern und der Wohnungswirtschaft entstehen, um neue Wohnbauprojekte schneller und gezielter umsetzen zu können. Über eine zentrale Geschäftsstelle beim Kreis Stormarn können Städte und Gemeinden potenzielle Wohnbauflächen melden, die von den beteiligten Wohnungsunternehmen bewertet werden und zu denen anschließend konkrete Angebote erstellt werden. Ziel ist es vor allem Wohnungen zu errichten, die langfristig von den Wohnungsunternehmen gehalten werden und als Mietwohnungen zur Verfügung stehen.

Zudem soll das Bündnis zu einem besseren Informations- und Erfahrungsaustausch im Bereich Wohnungsbau zwischen Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft führen.

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