In der Umfrage des BFW gaben 90 Prozent der Befragten an, dass Wohn-Zukunftstrends eine große Bedeutung haben (Symbolfoto) Bild: Idey/fotolia

In einer Umfrage des BFW Landesverbands Niedersachsen/Bremen bezeichneten 15 Prozent der Mitgliedsunternehmen die Flexibilisierung des Wohnens als größten Zukunftstrend. Demnach gelte es, während des Bauprozesses die Voraussetzungen zu schaffen, um Gebäude später mit Blick auf Barrierefreiheit oder veränderte Familiensituationen anpassen zu können.

Auch veränderte Mobilitäts- und Sicherheitskonzepte (jeweils 14 Prozent), Gebäudeintelligenz (elf Prozent) und die zunehmende Urbanität (elf Prozent) wurden als Trends genannt, die das Wohnen der Zukunft künftig stark beeinflussen werden.

Die zunehmende Individualisierung nimmt mit zwölf Prozent ebenfalls einen hohen Stellenwert ein. Rund 86 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, ihre Kunden bereits frühzeitig einzubinden – sei es bei der Grundrissplanung, beim Ausstattungsniveau oder der technischen Ausstattung.

Die von Trendforschern häufig zitierten Trends der "Sharing Society" (drei Prozent) und der "Konnektivität im Quartier" (sechs Prozent) spielten der Umfrage zufolge bisher nur eine untergeordnete Rolle für die Zukunftsplanung.

Hohe Sensibilisierung für Zukunftstrends

Rund 90 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen hatten angegeben, dass Wohn-Zukunftstrends für ihre Unternehmen eine große oder herausragende Bedeutung einnehmen. Trotz dieser hohen Sensibilisierung gaben 70 Prozent an, diese Trends aufgrund der derzeitigen politischen Rahmenbedingungen nicht kostengünstig in der Breite umsetzen zu können.

Notwendig wären deshalb – das meinten 21 Prozent – eine andere Baulandpolitik, geringere Planungsvorläufe (21 Prozent) und Veränderungen im Bauplanungsrecht (16 Prozent). 

Schlagworte zum Thema:  Wohnungsbau

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