25.02.2016 | Top-Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Wohnungswirtschaft

Die Wohnungswirtschaft kommt in Bewegung

Kapitel
Mitarbeiter des Wohnungsunternehmens Wiro betätigen sich sportlich
Bild: Wiro/Jens Scholz

"Mehr Fitness für mehr Gesundheit" oder "gesunde Mitarbeiter=gesundes Unternehmen": So ähnlich hören sich viele aktuelle Leitbilder von Wohnungsunternehmen an. Immer mehr Unternehmen suchen neue Wege, um ihre Belegschaft fit, gesund und motiviert zu halten. ​Doch so einfach, wie es scheint, ist es nicht. Welche Mittel Unternehmen anwenden, zeigen die in diesem Artikel dargestellten Beispiele. Eines ist allen gemein: Die Mitarbeitergesundheit ist Teamarbeit. 

Gesundheit gehört zu den wichtigsten Dingen im Leben. Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. hat sich des Themas mit einer frischen Idee angenommen. Mit der Aktion "Quartiersschritte" will der Verband die Mieter seiner Mitgliedsunternehmen in Bewegung bringen und fit halten. "Bewegung und Spaß an sportlichen Aktivitäten sind entscheidend dafür, ein gesundes und langes eigenständiges Leben im angestammten Wohnumfeld zu führen", erklärte GdW-Präsident Axel Gedaschko auf dem Wohnzukunftstag des GdW im November 2015 in Berlin, auf dem die Fitnessaktion vorgestellt wurde.

Partner für die Pilotphase der Aktion ist die Vivawest Wohnen GmbH, die über 120.000 Wohnungen in Nordrhein-Westfalen bewirtschaftet. Anreiz zum Mitmachen war ein von der Firma Polar zur Verfügung gestelltes Schrittzähler-Armband, mit dem Mieter, wo immer sie zu Fuß unterwegs sind, Schritte zählen und dann mit Nachbarn und Freunden in einen "Schritt"-Wettbewerb treten konnten. "Wir wollen Menschen jeden Alters in unseren Wohnquartieren für Bewegung und Sport begeistern. Mit der Aktion Quartiersschritte lässt sich wunderbar demonstrieren, wie leicht man mehr Bewegung in den Alltag integrieren kann", sagt Vivawest-Sprecher Thomas Wels.

"Die Aktion rückt das Thema Bewegung im Alltag zur Förderung der Gesundheit erstmals in den Fokus wohnungswirtschaftlicher Unternehmen", ergänzt Thorsten Jakob von der Krankenkasse Barmer GEK, die Partner der Aktion ist. Denn die Wohnungswirtschaft macht sich vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, des sich abzeichnenden Fachkräftemangels und der zunehmenden Belastung am Arbeitsplatz zunehmend Gedanken darüber, wie sie die kostbare und kostenintensive Ressource Mensch besser schützen kann. Burnoutprävention ist auch für Wohnungsunternehmen ein wichtiges Thema.

Professionelles Gesundheitsmanagement ist gefragt

"Immer mehr Unternehmen der Wohnungswirtschaft installieren ein betriebliches Gesundheitsmanagement", sagt Andreas Daferner vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e. V. (VNW).

Eine Vielzahl von Dienstleistern hat sich des Themas angenommen. Insbesondere die Krankenkassen haben das betriebliche Gesundheitsmanagement als neues Geschäftsfeld identifiziert und bieten Betrieben maßgeschneiderte Präventionsangebote an. "Mit unserem Firmenangebot Gesundheit bieten wir jedem Unternehmen ein passgenaues, modular aufgebautes Programm. Alle Angebote, zum Beispiel zur gesunden Ernährung, für mehr Bewegung im Arbeitsalltag und eine bessere Stressbewältigung, werden nach den jeweils aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen erstellt und von unseren qualifizierten Beratern Gesundheitsmanagement durchgeführt", so Thorsten Jakob.

Auch der VNW hat sich in seinem Fachausschuss intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und bietet seinen Mitgliedsunternehmen Informationen auf der Homepage sowie Veranstaltungen zur Implementierung eines Gesundheitsmanagements an. "Betriebswirtschaftliche Investitionen in die Gesundheit der Mitarbeiter rechnen sich", so Daferner, "denn gesunde Rahmenbedingungen tragen dazu bei, dass die Kollegen möglichst lange gesund und arbeitsfähig bleiben." 

Hier geht es zum zweiten Teil des Artikels: Sportkurse und Salattheke machen noch kein gesundes Unternehmen

Dieser Artikel erscheint in der Fachzeitschrift DW Die Wohnungswirtschaft, Ausgabe 3/2016.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Personal

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