06.10.2016 | Gedenken im öffentlichen Raum

Vier Stolpersteine vor Gesobau-Wohnanlage verlegt

Bild: Gesobau / Lia Darjes

Die Gesobau hat gemeinsam mit der Stolpersteingruppe Pankow und dem Bezirk Pankow die Verlegung von vier Stolpersteinen vor der Wohnanlage Pankower Gärten in Berlin-Niederschönhausen unterstützt. Das kommunale Berliner Wohnungsunternehmen will auf diese Weise im Wohnumfeld an NS-Opfer erinnern.

Die Stolpersteine in der Dietzgenstraße 20 wurden für die Eheleute Jacobsohn und zwei ihrer drei Kinder verlegt. Die Familie lebte in der Dietzgenstraße 20, bis sie um 1940 unter Zwang das Haus räumen und zu Verwandten nach Berlin-Schöneberg ziehen musste. 1941/1942 wurde die Familie deportiert und ermordet. Eines der Kinder wanderte nach Israel aus und entkam dadurch der Deportation.

Die Stolpersteine sollen an das Schicksal von NS-Opfern erinnern. Sie werden meist im Hauseingangsbereich von Gebäuden, wo jene zuletzt freiwillig gelebt haben, eingelassen. Auf den Steinen sind Name, Geburtsjahr und Angaben zum weiteren Schicksal des Opfers eingraviert.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft

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