Das digitale Wohnungstauschportal von Degewo, Gesobau, Gewobag, Stadt und Land, Howoge sowie WBM mit mehr als 300.000 Wohnungen ist am Montag an den Start gegangen. Das Angebot, über die Tauschbörse "inberlinwohnen.de" eine andere Wohnung zu finden, richtet sich bislang nur an die Mieter der sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften.

"Das Besondere daran: Die jeweiligen Nettokaltmieten beider Wohnungen bleiben unverändert", teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit. Die Partner behalten bei einem Tausch nicht ihren bisherigen Quadratmeterpreis, übernehmen aber den Quadratmeterpreis des anderen Mieters, ohne dass ein Zuschlag erhoben wird.

Die Plattform www.inberlinwohnen.de können die Bestandsmieter laut Senatsverwaltung rund 600.000 Mieter der sechs Gesellschaften nutzen. Bisher war der Tausch nur innerhalb einer Gesellschaft möglich, nun geht es über die Grenzen der sechs Unternehmen hinweg.

Der Berliner Mieterverein hält das Portal für eine gute Idee, warnt aber vor zu großen Erwartungen. Durch Verzicht auf einen neuen Vertrag und eine entsprechende Mieterhöhung werde eine Hemmschwelle abgebaut, meint Geschäftsführer Reiner Wild.

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