Die beiden landeseigenen Wohnungsgesellschaften Gewobag und WBM wollen im Berliner Bezirk Spandau bis 2025 mehr als 2.500 bezahlbare Wohnungen bauen. Der Grundstein für das Projekt "Waterkant Berlin" ist gelegt. Im ersten Bauabschnitt entstehen 362 Wohnungen.

"120 Wohnungen sind preisgebunden, die anderen gibt es für durchschnittlich unter zehn Euro netto kalt pro Quadratmeter", verspricht Gewobag-Vorstand Snezana Michaelis.

Spandau sei bereits heute mit knapp 14.000 Wohnungen ein Schwerpunktbezirk der Gewobag. Die Strategie sieht einen Zuwachs auf 72.600 Wohneinheiten bis zum Jahr 2026 vor, davon weitere 4.000 in Spandau.

"Waterkant Berlin" macht den Auftakt in der Wasserstadt Oberhavel

In verschiedenen Projekten von privaten sowie kommunalen Investoren sollen in der Wasserstadt Oberhavel in Spandau in den kommenden Jahren unter dem Projektnamen "Waterkant Berlin" insgesamt mehr als 7.500 Wohnungen entstehen, wie die Berliner Morgenpost berichtete.

Bereits in den 90er-Jahren sei die Wasserstadt Oberhavel zum städtebaulichen Entwicklungsgebiet erklärt worden, heißt es in dem Bericht, da das erwartete Bevölkerungswachstum zunächst ausblieb, lagen die Flächen auf dem 76 Hektar großen Areal jahrzehntelang weitgehend brach. Jetzt werden hier Wohnungen gebraucht.

"Das Schaffen von bezahlbaren Wohnraum ist eine der zentralen Aufgaben in der Stadt", sagte Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) bei der Grundsteinlegung. Die Berliner Landesregierung hat sich inzwischen auch über die zum Teil wohnbauliche Nutzung des neun Hektar großen früheren Knorr-Bremse-Areals in Berlin-Marzahn geeinigt. Und der Berliner Senat will den kommunalen Wohnungsgesellschaften Bauland künftig schneller kostenlos übertragen als bisher.

Teilprojekt 1: Haselhorst / Daumstraße

Gebaut wird nach Informationen von Gewobag an beiden Seiten der Havel, in den Spandauer Stadtteilen Hakenfelde und Haselhorst. Im Teilprojekt 1 werden in Haselhorst an der Daumstraße die Baufelder 13, 14 und 17 mit 362 Mietwohnungen bebaut. Die Fertigstellung ist für Mitte 2020 vorgesehen. Es entstehen 72 Ein-Zimmer-Wohnungen, 127 Zwei-Zimmer-Wohnungen, 96 Drei-Zimmer-Wohnungen und 67 Vier-Zimmer-Wohnungen. 

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