In Berlin-Marzahn realisiert die Degewo bis Herbst 2020 ein Mehrgenerationen-Wohnquartier mit 255 Mietwohnungen für Jung und Alt. Mit dem Modellvorhaben "Variowohnen" soll dort auch bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende und Studierende entstehen.

Nach dem Bund-Länder-Programm "Stadtumbau Ost" und dem weiteren Rückbau eines elfgeschossigen Plattenbauriegels entwickelt die kommunale Degewo AG auf einem 9.500 Quadratmeter großen Grundstück an der Ludwig-Renn-Straße nun das neue Wohnquartier.

Fünf Wohngebäude mit Ein- bis Vierzimmerwohnungen für unterschiedliche Zielgruppen sind geplant. Ein besonderes Angebot entsteht mit dem Modellvorhaben Variowohnen jedoch für Studierende und Auszubildende: Insgesamt 56 so genannte Variowohnungen mit einem bis vier Zimmern und 112 Wohnplätzen, besonderer Grundrissgestaltung sowie Gemeinschaftsangeboten sollen am Standort in Berlin-Marzahn realisiert werden.

Die kleinen Wohneinheiten werden modular zusammenschaltbar sein und können als möbliertes Einzelapartement mit Bett, Schrank, Schreibtisch und Pantryküche oder in Wohngemeinschaft genutzt werden. Die pauschale Warmmiete soll nach Angaben des Wohnungsunternehmens bei rund 320 Euro Warmmiete liegen.

Modellvorhaben soll bezahlbaren Wohnraum schaffen

Das Bundesbauministerium fördert mit den Modellvorhaben "Variowohnen" im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau deutschlandweit die Errichtung und Erforschung nachhaltiger und bezahlbarer Wohnungen für Studierende und Auszubildende. Das Projekt "Berlin, Junges Wohnen in Marzahn" der Degewo wird mit rund 1,7 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung gefördert.

"Variowohnungen bieten intelligente Lösungen für den demografischen Wandel", so Dr. Barbara Hendricks, Bundesbauministerin a. D.

Sie seien flexibel nutzbar, heute für Studierende oder Azubis und in Zukunft womöglich für Senioren. "Mit unserem Modellvorhaben wollen wir auch Anreize dafür setzen, verstärkt bezahlbare Wohnungen zu bauen, denn die werden am dringendsten benötigt", so Hendricks weiter.

Degewo-Vorstandsmitglied Sandra Wehrmann betonte, Wohnungen müssten zu den Lebensphasen und Lebensentwürfen der Mieter passen – die Verantwortung der Degewo als kommunales Wohnungsunternehmen sei es, mit guten, bezahlbaren Ideen auf die sich verändernden Bedürfnisse zu reagieren und Gebäude mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen. Mit dem Wohnungstyp Variowohnen wende man sich explizit an Auszubildende und Studenten, am selben Standort in Berlin-Marzahn würden jedoch in weiteren Gebäuden auch Wohnungen für Senioren und Familien entstehen.

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