Bei den untersuchten börsennotierten Anbietern wurde in der Studie u.a. schlechte Erreichbarkeit festgestellt (Symbolfoto) Bild: Veer

Das Verhältnis börsennotierter Wohnungsunternehmen zu ihren Mietern könne als konfliktbeladen bezeichnet werden; bei allen börsennotierten Anbietern gebe es häufig Auseinandersetzungen rund um die Betriebskostenabrechnungen – so lautet ein Ergebnis einer vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) herausgegebenen Studie.

Forscher des Instituts für Transformation, Wohnen und Soziale Raumentwicklung (TRAWOS) der Hochschule Zittau/Görlitz analysierten im Auftrag des BBSR die Entstehung und Entwicklung börsennotierter Wohnungsunternehmen, ihre Besonderheiten, Geschäftsmodelle und Strategien sowie Auswirkungen auf Bestände und Mieter. Die Einschätzungen zum Verhalten der börsennotierten Wohnungsunternehmen sind aufgrund ihrer bisher äußerst dynamischen Entwicklung und den entsprechend kurzen Beobachtungszeiträumen vorläufiger Natur.

Auseinandersetzungen über Betriebskostenabrechnungen

Die Forscher kommen unter anderem zu dem Ergebnis, dass das Verhältnis der börsennotierten Unternehmen zu ihren Mietern als angespannt und konfliktbeladen bezeichnet werden könne. Bei den Betriebskostenabrechnungen gebe es mit allen börsennotierten Anbietern häufig Auseinandersetzungen. Unternehmen mit einer aktiven Modernisierungsstrategie hätten außerdem Konflikte um modernisierungsbedingte Mieterhöhungen zu bewältigen. Zudem ließen sich organisatorische Mängel im Hinblick auf Erreichbarkeit, Zugänglichkeit und Reaktionsgeschwindigkeit bei den Unternehmen feststellen.

Die vollständige Studie ist online abrufbar.

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