| Barrierearmes Wohnen

Berliner Wohnungsunternehmen und AOK unterstützen Mieter bei Umbaumaßnahmen

Barrierearmes Bad
Bild: Sabine Dobre

Die sechs kommunalen Berliner Wohnungsunternehmen haben mit Unterstützung des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. eine Vereinbarung mit der AOK Nordost unterschrieben, um gemeinsam ältere oder mobilitätseingeschränkte Mieter zu unterstützen, die ein barrierearmes Badezimmer benötigen.

Die Pflegekassen unterstützen derartige Umbauten seit Jahren finanziell. Mit Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes I wurde der Beitrag erhöht. Seit Januar 2015 können Mieter mit einer Pflegestufe einen individuellen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro für Wohnraumanpassungen erhalten. Hier setzt die bundesweit einmalige Vereinbarung der städtischen Wohnungsbaugesellschaften mit der AOK Nordost an. Im Interesse der Mieter streben die Wohnungsunternehmen und die AOK Nordost eine einfache Antragsabwicklung an. Unter anderem sollen Standardlösungen für die Umbauten, Infoblätter für Interessierte, Arbeitshilfen für die Beauftragung und Abrechnung der Maßnahmen sowie Kostenbenchmarks für die verschiedenen Umbauszenarien einen reibungslosen Ablauf ermöglichen. Beide Seiten sichern eine schnellstmögliche Bearbeitung aller Anträge zu, um bauliche Anpassungen in den Wohnungen standardisiert, unkompliziert, kostengünstig und zügig umzusetzen.

Wer die Förderung für ein barrierearmes Bad beantragt und den Umbau gefördert bekommt, muss sich im Fall eines Auszugs nicht mehr um den Rückbau kümmern. Der Anteil barrierearmer und barrierefreier Wohnungen kann damit nachhaltig erhöht werden. Die teilnehmenden Wohnungsunternehmen Degewo, Gesobau, Gewobag, Howoge, Stadt und Land und WBM übernehmen die Verantwortung für die nachfolgende Instandhaltung. Der BBU wird die weitere Umsetzung beratend begleiten.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft

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