Nachhaltig wirtschaften mit dem Fokus Mensch: Unter diesem Motto standen die BBU-ZukunftsAwards 2018, die der BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen in Bad Saarow verliehen hat. In zwei Kategorien wurden insgesamt sechs Preise vergeben und zwei besondere Anerkennungen ausgesprochen.

In diesem Jahr standen Projekte im Fokus, mit denen Wohnungsunternehmen und -genossenschaften sich für ein gutes Miteinander engagieren. "Ob die Einbeziehung von Mieterinnen und Mietern, Quartiersarbeit oder Unternehmensführung: Die ausgezeichneten Projekte stärken Gemeinschaften und verbinden in die Interessen des Einzelnen mit dem Gemeinwohl", sagte BBU-Vorständin Maren Kern. Die Schirmherrin des Preises, Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, lobte die in den Projekten dargestellte Vielfalt, das praktizierte Miteinander und den Ideenreichtum. Die Preise wurden in den Kategorien "Genossenschaften" und "Gesellschaften" vergeben.

Genossenschaftsgedanke steht im Vordergrund

Preisträger in der Kategorie Genossenschaften

Mit dem ersten Platz ausgezeichnet wurde eine Kooperation der Wohnungsbaugenossenschaft "Aufbau" Strausberg eG mit einer in der unmittelbaren Nachbarschaft eines Wohngebiets liegenden Förderschule in Strausberg. Die Genossenschaft stellt der Schule Leerwohnungen für praktischen Unterricht zur Verfügung. Dabei werden den Schülern verschiedene Gewerke in Workshops zum Kennenlernen und Ausprobieren vorgestellt. Im Gegenzug unterstützen die Schüler die Genossenschaftsmitglieder in ihrem Alltag. Die Jury würdigte insbesondere den Genossenschaftsgedanken der Hilfe zur Selbsthilfe, der im Projekt umfassend gelebt werde.

Den zweiten Platz belegte die Wohnungsgenossenschaft Marzahner Tor eG aus Berlin mit ihrer Kampagne "Auf gute Nachbarschaft", die im Rahmen eines Neubauprojekts ebenfalls den Genossenschaftsgedanken in den Mittelpunkt stellte.

Außerdem mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurden die Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft eG und die Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG für ihr gemeinsames Projekt "Die Gesundheitsbuddys", mit dem ältere Genossenschaftsmitglieder für ein selbstbestimmtes und aktives Leben unterstützt werden.

In der Kategorie "Genossenschaften" stand der Gemeinschaftsgedanke im Vordergrund

Integrationsprojekte geehrt

Preisträger in der Kategorie Gesellschaften

Der erste Platz ging an die landeseigene Berliner Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft für deren Projekt zur Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Das Wohnungsunternehmen stellt Praktikums- und Ausbildungsplätze zur Verfügung, die mit einem Paten-Mentoren-Programm verbunden sind. Zudem lebt das Unternehmen ein fünfstufiges Integrationskonzept, das von einem Infotag über eine Einstiegsqualifikation und Ausbildung bis zum Arbeitsvertrag reicht. Das Projekt wird beständig professionell evaluiert und durch Diversity-Schulungen für Gewobag-Mitarbeiter flankiert. 2017 hatten bereits 33 Prozent der Auszubildenden der Gewobag einen Fluchthintergrund. "Das Unternehmen hat nicht nur den Anspruch, Geflüchtete als Mieter aufzunehmen, sondern stellt zur Stärkung der Diversität auch ganz konkret Ausbildungsstellen und Arbeitsplätze für Menschen mit Fluchthintergrund zur Verfügung", hob die Jury in ihrem Urteil lobend hervor.

Platz zwei erreichte die Hilfswerk-Siedlung GmbH Evangelisches Wohnungsunternehmen in Berlin mit ihrem Willkommensbüro im Lupsteiner Weg, das Mieter mit und ohne Fluchthintergrund zusammenbringt.

Den dritten Platz belegte die IGB Ingenieurgesellschaft für Bauwesen und Grundstücksverwaltung mbH aus Bad Liebenwerda für die Implementierung einer team- und qualitätsorientierten Führungs- und Unternehmenskultur.

Besondere Anerkennungen gingen an die Berliner Gesobau AG für das Projekt "SeniorenNetz", das Senioren bei der Nutzung digitaler Angebote unterstützt, sowie an die ProPotsdam GmbH. Letztere hatte über vier Jahre ein Partizipationsverfahren bei der Sanierung von vier Altbausiedlungen in Potsdams Innenstadt erfolgreich durchgeführt.

Integration: Die beiden ersten Plätze gingen an Projekte, die Geflüchtete unterstützen

ZukunftsAwards bereits zum 18. Mal vergeben

Seit dem Jahr 2000 lobt der Verband anlässlich der sogenannten BBU-Tage jährlich einen Wettbewerb unter seinen Mitgliedsunternehmen aus. Für die ZukunftsAwards 2018 rief er unter dem Motto "Fokus: Mensch" zur Einreichung von Projekten auf, bei denen die Interessen des Individuums und einer Gemeinschaft Hand in Hand gehen. Je Kategorie wurden Preisgelder in Höhe von 1.000 Euro für den ersten, 600 Euro für den zweiten und 300 Euro für den dritten Preis vergeben.