11.08.2015 | Politik

Menschenrechtsinstitut will Zugang zum Wohnungsmarkt für Flüchtlinge

Restriktionen abbauen, die verhindern, dass Flüchtlinge umziehen können
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert dazu auf, den Zugang von Flüchtlingen zum Wohnungsmarkt in Deutschland zu verbessern. Bund, Länder und Kommunen müssten dringend Restriktionen abbauen, die verhindern, dass Flüchtlinge in leerstehende Wohnungen vor Ort oder in benachbarte Gemeinden ziehen können.

In vielen Teilen Deutschlands sind Flüchtlinge gezwungen, jahrelang in Gemeinschaftsunterkünften zu leben, was menschenrechtlich nicht haltbar sei, so das Institut.

Dieser Aspekt finde in der gegenwärtigen Debatte zur Unterbringung von Flüchtlingen und in den laufenden Gesprächen zwischen der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der Länder zu wenig Beachtung. Auch der Umzug in ein anderes Bundesland scheitert, selbst wenn sich dort Verwandte oder Bekannte aufhalten, bei denen Wohnraum vorhanden ist.

Diese Hindernisse gehen auf Regelungen in Bundesgesetzen, auf Landesgesetze oder die jeweilige kommunale Praxis zurück. Insbesondere in Bayern müssen Asylsuchende oder Menschen im Duldungsstatus regelmäßig über Jahre in Gemeinschaftsunterkünften wohnen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnungsmarkt, Freier Wohnungsmarkt

Aktuell

Meistgelesen