Die Nassauische Heimstätte will unter anderem im Großraum Kassel bauen Bild: Andreas Pott ⁄

Das landeseigene hessische Wohnbauunternehmen Nassauische Heimstätte warnt vor Verzögerungen beim Wohnungsbau. "Was wir brauchen, sind baureife Grundstücke", sagte Geschäftsführer Thomas Hain in Frankfurt. Die Kommunen müssten schneller Grundstücke erschließen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben den Bau von 5.000 Wohnungen bis 2021 überwiegend im Rhein-Main-Gebiet und im Großraum Kassel und will eine Milliarde Euro investieren.

Hain appellierte an die Kommunen, Grundstücke nicht nur an den Meistbietenden zu verkaufen. Soziale Wohnungsbauunternehmen könnten mit privaten Investoren beim Preis nicht mithalten. Daher müsse es eine sogenannte Konzeptvorgabe geben, die zum Beispiel auch Bauen für Ältere oder genossenschaftliches Bauen berücksichtige. Im März hatte die Nassauische Heimstätte die Bauland-Offensive GmbH gegründet, um Kommunen unter die Arme zu greifen.

Der Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW Südwest) forderte das Land Hessen auf, noch mehr in den Wohnungsbau zu investieren. Allein die Stadt Wien stecke jedes Jahr 600 Millionen Euro in den öffentlichen Wohnungsbau, sagte Verbandsdirektor Axel Tausendpfund.

Die schwarz-grüne Landesregierung in Wiesbaden hatte angekündigt, jährlich rund 240 Millionen Euro in den sozialen Wohnungsbau investieren zu wollen – allerdings inklusive der Förderung von Studentenwohnheimen.

In Frankfurt hat die Stadtregierung reagiert: Die Koalition hat sich darauf geeinigt, im Nordwesten der Mainmetropole einen neuen Stadtteil zu entwickeln.

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