14.03.2013 | Gesetzgebung

ZIA warnt vor Konsequenzen durch AIFM-Umsetzungsgesetz

ZIA sieht viel Klärungsbedarf
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) sieht noch viel Klärungsbedarf beim AIFM-Umsetzungsgesetz – und warnt vor erheblichen Konsequenzen.

Ein wesentlicher Kritikpunkt ist der ungenügend geklärte Anwendungsbereich der AIFM-Richtlinie und des nationalen Umsetzungsgesetzes, dem AIFM-UmsG, mit seinem Kernbestandteil, dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Offen ist für den ZIA die Frage, ob Immobiliengesellschaften, Immobilienaktiengesellschaften und REITs in den Anwendungsbereich des Gesetzes fallen. Auch Genossenschaftsmodelle könnten betroffen sein. Allein die Tatsache, dass Gesellschaften Immobilien verwalten und theoretisch mehr als einen Gesellschafter haben können, würde nach dem derzeitigen Gesetzentwurf für eine Qualifikation als Fonds im Sinne der AIFM-Richtlinie genügen, kritisiert der ZIA.

„Eine Überdehnung des Fondsbegriffs hätte erhebliche Konsequenzen für die gesamte Immobilienbranche einschließlich der Wohnungsbranche und die finanzierenden Banken. Im schlimmsten Fall bricht eine wesentliche Säule der Wohnungswirtschaft weg“, warnt Andreas Mattner, Präsident des ZIA. Der ZIA fordert, dass insbesondere operativ tätige Unternehmen wie bestandshaltende Immobiliengesellschaften nicht als AIF zu qualifizieren sind. Weiteren Verbesserungsbedarf beim Gesetzentwurf gibt es laut ZIA auch bei den Regelungen zu den Offenen und Geschlossenen Immobilienfonds. Besonders problematisch sei die durch eingeschränkte Ausgabe und Rücknahme von Anteilen geringere Flexibilität der Offenen Immobilienfonds.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienfonds

Aktuell

Meistgelesen