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Länderministerkonferenz: ZDB fordert degressive AfA im Mietwohnungsbau

Signal für Investoren: Degressive AfA von 35 Prozent für den Mietwohnungsbau
Bild: PhotoDisc Inc.

Im Vorfeld der Länderministerkonferenz in Berlin fordert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), die Minister auf, der Einführung einer degressiven AfA im Mietwohnungsbau zuzustimmen. Außerdem kritisierte er die geplante Besteuerung von Abschlagszahlungen und erteilte der Neuregelung eine klare Absage.

Mit Schreiben vom 29.6.2015 ordnete das Finanzministerium an, dass unfertige Bauleistungen künftig nicht mehr mit den Herstellungskosten bewertet unter den Vorräten bilanziert werden sollen, sondern stattdessen die gestellten Abschlagsrechnungen in voller Höhe als Forderungen in die Bilanz eingehen.

Das heißt: Schon vor der Fertigstellung und Abnahme sollen die in den Abschlagsrechnungen enthaltenen kalkulierten Gewinnanteile realisiert werden. "Dieser unsinnigen Idee aus dem Hause Schäuble erteilen wir eine klare Absage", so Pakleppa.

Auf der Konferenz wollen nun die Länderfinanzminister entscheiden, ob sie der Neuregelung noch ein Jahr Aufschub gewähren. "Das ist nicht genug. Wir fordern den Finanzminister auf, das BMF-Schreiben zurückzunehmen", so Pakleppa.

Degressive AfA im Wohnungsbau

Ein weiteres Thema wird die Finanzministerkonferenz beschäftigen, nämlich die Frage nach der Einführung einer degressiven AfA im Wohnungsbau.

Hier haben die Bundesbauministerin und der Bundesfinanzminister Vorschläge unterbreitet, die das deutsche Baugewerbe weitestgehend unterstützt. "Wir begrüßen den Vorschlag einer degressiven AfA von 35 Prozent für den Mietwohnungsbau in den ersten drei Jahren", so Pakleppa. Damit werde ein klares Signal an potenzielle Investoren gegeben.

Der Verband fordert die Länderfinanzminister auf, diesen Vorschlag der Bauministerin zu unterstützen.

Haufe Online Redaktion

Mietwohnung, Baugewerbe, AfA

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