Im Jahr 2016 wurden bundesweit 24.550 Sozialwohnungen neu gebaut. Das sind 10.000 mehr als im Jahr zuvor, wie aus einem Bericht des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau- und Wohnungswesen von Bund und Ländern hervorgeht. "Durch die Erhöhung der Bundesmittel haben wir eine Trendwende beim sozialen Wohnungsbau geschafft", sagte Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks der "Rheinischen Post".

Einige Länder seien schnell aufgewacht und hätten umgesteuert, andere müssten noch mehr tun, wird die Ministerin in der Zeitung zitiert. Außerdem sei die Bereitstellung von Bauland der Schlüssel für neue bezahlbare Wohnungen, sagte Bundesbauministerin Barbara Hendricks bereits im April. Der Wohnungsbau ist eines der Top-Themen der Parteien vor der Bundestagswahl im September 2017.

Bund und Länder, wie beispielsweise Brandenburg, haben dem Bericht des Ausschusses zufolge 2016 für die soziale Wohnraumförderung 3,4 Milliarden Euro eingesetzt und damit rund eine Milliarde Euro mehr als im Vorjahr. Nordrhein-Westfalen ist mit 9.301 neu gebauten Sozialwohnungen Spitzenreiter im Ländervergleich. Auf Platz zwei und drei folgen Bayern und Berlin.

Insgesamt sollen 61.832 Wohnungen eine Förderung erhalten haben, was einem Plus von 20 Prozent gegenüber Vorjahr entspreche. Neben dem Neubau wurden unter anderem auch Modernisierungen finanziert.

75 Prozent der Investoren interessieren sich für den geförderten Mietwohnungsbau, wie eine Studie von Studie von Dr. Lübke & Kelber zeigt. 68 Prozent der Marktakteure werden aber nicht tätig.