Die Wüstenrot Immobilien (WI) GmbH hat 2017 ein neues Rekordergebnis beim Vermittlungsgeschäft erzielt. Mit 506 Millionen Euro wurde das Vorjahresergebnis um 20,1 Prozent übertroffen. 409 Millionen Euro der Vermittlungsleistung entfielen auf das Kerngeschäft mit Wohnimmobilien. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet WI mit weiteren Umsatzsprüngen. Außerdem soll das Maklergeschäft weiter ausgebaut werden. Neu im Portfolio sind Mikroapartments.

70 Prozent des Zuwachses von 62 Millionen Euro beim Kerngeschäft haben die noch im Aufbau befindlichen Makler des Württembergischen Vertriebs beigesteuert. Ende 2017 waren 179 Makler (Vorjahr: 157) unter Vertrag. Davon waren 143 (Vorjahr 136) Makler dem Vertrieb der Wüstenrot Bausparkasse AG und 36 (Vorjahr: 21) dem Vertrieb der Württembergischen Versicherung zugeordnet.

Auf Baufinanzierungen entfielen 85 Millionen Euro (Vorjahr: 58 Millionen Euro) und auf Immobilienverwertungen zwölf Millionen Euro (Vorjahr: 16 Millionen Euro). Auch die Provisionserlöse erhöhten sich deutlich um 2,9 Millionen Euro auf 19,2 Millionen Euro.

Aufnahme des Vertriebs von Mikroapartments

Mit dem Vertrieb von Mikroapartments für Kapitalanleger wird ein bundesweit verfügbares Angebot bereitgestellt. Geplante Immobilienstandorte sind Hamburg und München.

Auch die 2017 gestartete Qualifizierungsmaßnahme "Fachmakler für Erbschaftsimmobilien (EBZ)" wird fortgesetzt. Bis Mitte 2018 sollen rund 100 Makler zwei weitere Lehrgänge absolviert haben, bis Ende 2017 waren es bereits 60. Die Makler sollen Senioren in Vermögens- und Immobilienangelegenheiten beraten. Darin integriert sind auch Angebote zur Immobilienverrentung.

Rund sechs Millionen Rentner und Pensionäre leben WI zufolge in Deutschland im Eigentum. 65 Prozent der vermieteten Wohnungen gehörten privaten Vermietern, die im Durchschnitt knapp 60 Jahre alt seien. Für sie stellt sich WI zufolge die Frage, wie sie mit ihrem Nachlass umgehen wollen.

WI: Neue Berufszulassungsregeln gehen an Ansprüchen vorbei

Die Beratung älterer Haushalte über Lösungsmöglichkeiten – verknüpft mit Erbschaftsfragen – erfordert laut WI spezielles Fachwissen. 

Nach Meinung von Wüstenrot Immobilien geht die Entscheidung vom Herbst 2017 auf einen Sachkundenachweis als Berufszulassungsanforderung für Immobilienmakler zu verzichten und stattdessen auf einen Weiterbildungsnachweis von mindestens 20 Stunden in drei Jahren zu setzen, an den Ansprüchen einer kompetenten Immobilienberatung vorbei: Für alte Hasen unter den Maklern, die schon langjährig tätig sind, sei die Neuregelung ausreichend – für Einsteiger sei es viel zu wenig, um sich zu qualifizieren.

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