Es fehlt an baureifen Grundstücken für bezahlbaren Wohnungsneubau, vor allem in den hessischen Innenstädten Bild: soaxx2011363-10 Siemens AG

Auch in Hessen fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Das landeseigene Wohnungsunternehmen Nassauische Heimstätte hat nun die Bauland-Offensive GmbH gegründet, um Kommunen unter die Arme zu greifen. Wie es aus dem zuständigen Ministerium heißt, soll vor allem die Erschließung von brachliegendem Bauland in den Innenbereichen unterstützt werden, aber auch die Umwandlung leerstehender Büro- oder Schulgebäude.

"Es geht uns nicht um die Einfamiliensiedlung im Außenbereich, sondern um die Innenentwicklung", sagte die für Wohnungsbau zuständige Ministerin Priska Hinz (Grüne) bei der Vorstellung des Projekts in Wiesbaden.

"In den meisten Städten und Gemeinden gibt es brachliegende Flächen, auf denen sich seit Jahren nichts tut", sagte Monika Fontaine-Kretschmer, Geschäftsführerin der Nassauischen Heimstätte. Die Städte und Gemeinden könnten entscheiden, ob sie das Bauland selbst erwerben oder weiter mit der Bauland-Offensive oder einem anderen Partner zusammen arbeiten wollten.

Wohnungsnot: In Hessen fehlen jährlich bis zu 37.000 Wohnungen

Nach Einschätzung von Hinz fehlen jährlich bis zu 37.000 Wohnungen. Vor allem Wohnraum für Senioren werde in den kommenden Jahren Mangelware. Neubauten scheiterten in der Regel aber nicht am Geld. Es würden nicht genügend Flächen in Bauland umgewandelt.

Zuvor hatten bereits Frankfurt und Wiesbaden eine Gesellschaft im Alleingang gegründet, um speziell in der Region Rhein-Main weitere Flächen für den Wohnungsbau zu erschließen. Laut Mitteilung der Stadt Frankfurt will man gezielt auf die Kommunen in der Metropolregion Frankfurt zugehen, die über Flächen verfügen und gemeinsam die notwendigen Entwicklungsmaßnahmen angehen. In der Region gebe es rund 2.100 Hektar Reserveflächen, auf denen 92.000 Wohnungen Platz hätten.

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