| Wohnungsbau

Groschek fordert Sozialquote für Grundstücksvergabe in Städten

In vielen Städten in NRW, wie hier in Düsseldorf, ist bezahlbarer Wohnraum knapp.
Bild: Robert Blanken ⁄

Der nordrhein-westfälische Bauminister Michael Groschek (SPD) fordert eine Sozialquote bei der Vergabe von Baugrundstücken in den Kommunen.

"Mindestens 30 Prozent bei kommunalen Grundstücksvergaben müssen reserviert sein für den sozialen Wohnungsbau", sagte er am Freitag der Hörfunkwelle WDR 5. Die Grundstücksgesellschaft des Landes, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb, sei bereits verpflichtet worden, Sozialquoten bei der Grundstücksvergabe zu berücksichtigen. "Das brauchen wir auch in den Großstädten bei kommunalen Grundstücken", sagte Groschek.

Angespannte Wohnraumlage in größeren Städten 

Der Bauminister erneuerte die Forderung nach einer Mietpreisbremse. Der Bundestag hatte im vergangenen Monat mit den Stimmen der schwarz-gelben Koalition einen Vorstoß der Grünen abgelehnt, den Ländern zu erlauben, in Gebieten mit Wohnraummangel bei Neuvermietungen nur noch Erhöhungen bis zehn Prozent im Vergleich zur ortsüblichen Miete zuzulassen. Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung rutschen viele Familien mit ihrem Einkommen nach Abzug der Miete unter das Hartz-IV-Niveau. Besonders angespannt ist demnach die Lage in größeren Städten, wo die Miete höher liegt.

 

Schlagworte zum Thema:  Mietpreisbremse, Soziale Wohnraumförderung, Grundstück

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