Ein Jahr nach dem Start der Bauland-Offensive für mehr bezahlbare Wohnungen zieht das Land Hessen Bilanz. Bislang hätten 44 Kommunen Interesse an einer Unterstützung gezeigt, sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) bei Vorstellung der Bilanz in Wiesbaden. Die bisher geprüften Projekte hätten Potenzial für rund 6.250 neue Wohnungen.

Vier Machbarkeitsstudien seien bereits abgeschlossen worden, 14 weitere würden noch bearbeitet, sagte die technische Geschäftsführerin der Nassauischen Heimstätte, Monika Fontaine-Kretschmer. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben den Bau von 5.000 Wohnungen bis 2021 überwiegend im Rhein-Main-Gebiet und im Großraum Kassel.

Die Bauland-Offensive Hessen GmbH, eine Tochtergesellschaft der Nassauischen Heimstätte, unterstützt die Kommunen bei der Entwicklung von brachliegenden Flächen und der Umwandlung leerstehender Immobilien in Wohnraum. Hauptaufgabe ist es, die Wirtschaftlichkeit der Projekte zu untersuchen.

Die Zahl von 44 Kommunen, die Interesse bekundet haben, entspreche etwa einem Drittel aller Städte und Gemeinden in Hessen mit Wohnungsdefizit, erklärte Fontaine-Kretschmer. Nach ihrer Einschätzung kommt die Bauland-Unterstützung dort an, wo sie gebraucht wird. Es seien aber auch Anfragen abgelehnt worden, etwa wenn das Grundstück zu klein war.

Eine Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt in Darmstadt hat ergeben, dass es in 135 von 426 Kommunen zu wenig Wohnungen gebe. Im November hatte Hinz zudem einen neuen Leitfaden zur Vergabe von Grundstücken nach Konzeptqualität vorgestellt.

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