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Wohngelderhöhung von Kabinett beschlossen

Ab 2016 soll das Wohngeld steigen
Bild: freepiks

Das Wohngeld für Arbeitslose, Rentner und Geringverdiener soll erhöht werden. Das hat das Bundeskabinett nach langen Diskussionen beschlossen.

Ab 2016 soll das Wohngeld an die Entwicklung der Einkommen, Warmmieten und Nebenkosten angepasst werden. Einen entsprechenden Entwurf von Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) hat das Bundeskabinett verabschiedet. Bisher geben Bund und Länder für das Wohngeld 845 Millionen Euro aus. Ab 2016 sollen es 1,43 Milliarden Euro sein. Dem Vorhaben müssen noch Bundestag und Bundesrat zustimmen.

Von der Reform sollen 870.000 Haushalte profitieren, darunter 320.000, die bisher kein Wohngeld bekommen haben oder aber zuletzt keinen Anspruch mehr darauf hatten. Die Höhe der Leistung wird sich nach der Zahl der Haushaltsmitglieder, dem Gesamteinkommen und der Höhe der Miete richten. Das Ministerium betont, der Zuschuss hänge vom Einzelfall ab. So bekomme beispielsweise ein Zwei-Personen-Haushalt, der 2012 monatlich durchschnittlich 112 Euro Wohngeld bekam, künftig 186 Euro. Die Leistung wird aber auch mit Zuwendungen wie etwa der Grundsicherung verrechnet.

GdW begrüßt Erhöhung des Wohngelds

Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) begrüßt den Kabinettsbeschluss. GdW-Präsident Axel Gedaschko erklärte, es sei ein wichtiger Schritt, dass die Bundesregierung ihre Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag umsetzen wolle, zumal die letzte Erhöhung über sechs Jahre zurückliege. Der GdW fordert, das Wohngeld regelmäßig an die Preis- und Lohnentwicklung anzupassen. Zudem müssten die Heizkosten bei der Bemessung des Wohngeldes stärker berücksichtigt werden.

Schlagworte zum Thema:  Wohngeld, Sozialleistungen

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