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Wohngeld wird zum 1. Januar erhöht

Wohngeld wird von Bund und Ländern je zur Hälfte gezahlt
Bild: Haufe Online Redaktion

Erstmals nach sechs Jahren wird zum 1.1.2016 das Wohngeld wieder erhöht. Davon sollen rund deutsche 870.000 Haushalte profitieren. 320.000 Haushalte davon werden neu oder wieder wohngeldberechtigt werden. Grundlage ist das Gesetz zur Reform des Wohngeldrechts vom 2.10.2015.

Mit dem Gesetz zur Reform des Wohngeldrechts werden zudem die Miethöchstbeträge, bis zu denen die Miete beziehungsweise die Belastung für Eigentümerinnen und Eigentümer bezuschusst wird, regional gestaffelt angehoben. In den Regionen mit stark steigenden Mieten werden die Miethöchstbeträge überdurchschnittlich erhöht.

Mit der Reform erhält beispielsweise eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern, die für 520 Euro Bruttokaltmiete in Essen wohnt und über ein Bruttoeinkommen von monatlich 1.380 Euro verfügt, ab 1. Januar ein Wohngeld in Höhe von 137 Euro. Nach dem alten Recht hatte sie lediglich Anspruch auf 52 Euro.

Wohngeldbescheide, die im Jahr 2015 erteilt worden sind und in das Jahr 2016 hineinreichen, werden von den Wohngeldbehörden nach dem 1. Januar automatisch im Hinblick auf ein höheres Wohngeld überprüft. Hierfür ist kein neuer Antrag erforderlich. Wohngeld wird von Bund und Ländern je zur Hälfte gezahlt.

Haufe Online Redaktion

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