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Mehr Wohngeld ab 2016

Bauministerin Hendricks kündigt Wohngelderhöhung an
Bild: Dominik Butzmann/SPD

Das Wohngeld soll im Januar 2016 erstmals nach 2009 erhöht werden. Das hat das Bundesbauministerium angekündigt.

Die Bundesregierung will ab 2016 das Wohngeld für Arbeitslose, Rentner und Geringverdiener erhöhen. Damit soll diese Leistung an die Entwicklung der Einkommen, Warmmieten und Nebenkosten seit der letzten Reform 2009 angepasst werden. Das teilte das Bundesbauministerium in Berlin mit.

Von der Reform sollen 870.000 Haushalte profitieren. Die Miethöhe bestimmt jeweils die Höhe der Bezuschussung über das Wohngeld. Durchschnittlich sollen Leistungen um 39 Prozent steigen, sie werden aber mit Zuwendungen der Grundsicherung verrechnet. Ursprünglich war eine Reform schon für 2015 geplant, aber es kam zu Differenzen in der Bundesregierung.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte eine Erhöhung des Postens von 500 auf 630 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Wie groß das Volumen für 2016 werden wird, hängt auch von den Anträgen ab. Die geplante Wiedereinführung des 2011 gestrichenen Heizkostenzuschusses für knapp eine Million einkommensschwache Haushalte wurde nach Bedenken der Union gestoppt, die Entwicklung der Warmmieten wird aber bei der Wohngeld-Reform berücksichtigt.

Der Deutsche Mieterbund begrüßte die Pläne, bedauerte aber zugleich, dass der Heizkostenzuschuss nicht wieder eingeführt wird. Zudem müssten die Wohngeldleistungen in Zukunft alle vier Jahre nicht nur überprüft, sondern tatsächlich angepasst werden.

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