05.10.2015 | Top-Thema Wirtschaftsförderer: Die Unternehmens-Kümmerer

Flughafen und Finanzindustrie

Kapitel
Auch die Wirtschaftsförderung Frankfurt hat einen Stand bei der Expo Real.
Bild: Alex Schelbert/Messe München GmbH

„Wir sind als GmbH mit 42 Mitarbeitern die größte Wirtschaftsförderung in Hessen und arbeiten mit den städtischen Ämtern sehr eng zusammen“, so Oliver Schwebel, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH.

Er sieht sich für die Kernaufgaben Wachstums- und Beschäftigungssicherung sowie positive Weiterentwicklung  in Frankfurt am Main gut aufgestellt. Das Gründerzentrum konnte laut Schwebel in 15 Jahren etwa 5.000 Neugründungen erfolgreich begleiten.
Gerade bei der immer wichtiger werdenden Internationalisierung habe man – auch wegen des Flughafens und der Finanzindustrie vor Ort – gute Karten. Was niemand sofort auf dem Plan habe, sei die mit 42 Prozent anteilig starke Industrie mit den Bereichen Pharma und LifeSciences sowie Chemie und verarbeitendes Gewerbe, erklärt Schwebel. Auf der Expo Real werde man die Themen integrierte Stadtentwicklung sowie die Planung des DFB-Fußballbundes besonders herausstellen. Der DFB wird seinen neuen Hauptsitz einschließlich eines Leistungszentrums voraussichtlich wie ge-plant auf dem Grundstück der 150 Jahre alten Frankfurter Galopprennbahn bauen können. Vorgesehen ist ein nationales Trainingszentrum, in dem alle Auswahlmannschaften von der U 16 bis zur A-Nationalelf künftig trainieren sollen. Bei über 15.000 neuen Arbeitsplätzen in kürzester Zeit mit entsprechenden Zuzügen steht das Wohnungsthema in Frankfurt weit vorne. Nicht mehr nur die hohen Mieten, sondern auch das als nicht ausreichend empfundene Wohnungsangebot liegen vielen quer im Magen, hat eine Bürgerbefragung 2014 ergeben.

Ein Mannschaftssport

Für die Herausbildung von Clustern ist ein intensiver Wissenstransfer unerlässlich. „Von entscheidender Bedeutung wird in Zukunft sein, dass der Bildungssektor eine internationale Ausrichtung aufweist“, meint Alfred Höhn, Partner bei PWC in Berlin. Dazu gehört nach Höhns’ Einschätzung auch, dass weiche Standortfaktoren wie die Offenheit der Bewohner einer Stadt gegenüber Menschen mit einer anderen Herkunft und Kultur an Bedeutung bei der Ansiedlung hochqualifizierter Erwerbstätiger zunehmen werden.

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Ausführliche Informationen zur Expo Real 2015 finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Wirtschaftsförderung, Expo Real

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