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Wettbewerbsfähigkeit deutscher Immobilienberufe in Europa sichern

Mehr Chancen im Wettbewerb durch höhere Qualifikation
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Immobilienverband IVD hat den berufspolitischen Kanon veröffentlicht: Die Qualität der Dienstleistungen soll angehoben und die deutschen Immobilienberufe gegenüber der europäischen Konkurrenz gesichert werden.

Als wichtigste Forderung an die Politik hat der IVD formuliert, die heutigen Vorschriften zur Gewerbeerlaubnis an die Erfordernisse der Zeit anzupassen und den verbindlichen Sach- und Fachkundenachweis vor Erteilung einer Gewerbeerlaubnis gemäß § 34 c GewO einzuführen sowie die Erlaubnispflicht auf die Tätigkeit der Immobilienverwalter auszudehnen. Damit müssten Immobilienmakler und Verwalter vor Aufnahme der beruflichen Tätigkeit ihre Qualifikation für den Beruf nachweisen.

IVD: Einfache Erteilung der Gewerbeerlaubnis abschaffen

„Mehr als ein Jahr lang haben die Gremien des IVD auf Bundesebene und in den Regionalverbänden an dem nun vorgelegten berufspolitischen Kanon des IVD gearbeitet und die Positionen des Verbandes zur Berufspolitik zusammengetragen“, sagt Jens-Ulrich Kießling, Präsident des IVD. Es bestehe Einvernehmen im Vorstand des Verbandes, dass in Zukunft eine höhere berufliche Qualifikation vor der Aufnahme des Berufes nachgewiesen werden müsse. Die einfache Erteilung der Gewerbeerlaubnis als Voraussetzung zur Aufnahme des Berufs des Immobilienmaklers oder -verwalters müsse der Vergangenheit angehören.

„Wir sind uns darüber im Klaren, dass mit einer Anhebung der Qualifikation vor der Erteilung der Gewerbeerlaubnis nicht jedes Fehlverhalten einzelner Angehöriger der Immobilienberufe verhindert wird“, so Kießling. „Wir haben daher aus dem berufspolitischen Kanon ein ganzes Bündel an Maßnahmen abgeleitet, deren Umsetzung teilweise bereits begonnen hat.“

Ombudsstelle Immobilien soll sich auch für Nicht-Mitglieder öffnen

Dazu zählt, dass sich die seit 2008 eingerichtete Ombudsstelle Immobilien künftig auch für Nicht-Mitglieder des IVD und andere Immobilienverbände öffnen soll. Außerdem werden die Standes- und Wettbewerbsregeln des IVD kontinuierlich fortentwickelt. In einem ersten Schritt erarbeiten die Gremien des IVD Wohlverhaltensregeln für gute kaufmännische Sitten der Immobilienberufe. Aus diesen Regeln soll ein neuer „Code of Ethics“ entstehen. Ein weiteres Ziel des IVD ist, die Schriftform beziehungsweise Textform der Maklerverträge gesetzlich zu verankern.

„Viele Konflikte zwischen Kunden und Immobilienfirmen können dann vermieden werden, wenn zwischen den Beteiligten die Verträge und alle folgenden Vereinbarungen schriftlich fixiert werden“, erklärt Kießling. Außerdem müsse die Versicherungspflicht für Immobilienmakler und -verwalter gesetzlich verankert werden. Der IVD setzt sich für die Anpassung der gesetzlichen Regelungen in der Gewerbeordnung und der Makler-Bauträgerverordnung (MaBV) ein.

Schlagworte zum Thema:  Wettbewerb, Europa, Immobilien, WEG-Verwaltung

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