Verkehrschaos, Wassernot, fehlende Grünflächen: Der RICS-Wettbewerb "Cities for our Future" sucht innovative Ideen für die Stadt der Zukunft Bild: Corbis

Das rapide Wachstum der Weltmetropolen ist eine der großen Herausforderungen der Zukunft. Der Berufsverband RICS, die UNESCO und die "Association of Commonwealth Universities" haben deshalb den Ideenwettbewerb "Cities for our Future" ausgeschrieben, der nach Lösungsansätzen für die dringendsten Probleme sucht. Global wurden mehr als 1.200 Vorschläge eingereicht. Die europäische Shortlist hat RICS jetzt bekannt gegeben, der Sieger wird noch im Juli gekürt.

Elendsvierteln, schlecht ausgestattete Wohnungen, minderwertige Luftqualität, eine unzureichende Infrastruktur – mit diesen und anderen Themen haben sich die Teilnehmer des weltweiten Wettbewerbs, der im Juli ausgeschrieben worden war, auseinandergesetzt. In der europäischen Shortlist sind die vielversprechendsten Lösungsansätze aufgeführt, darunter:

  • Hydromatter: Die Russin Anna Budnikova nimmt mit ihrer neuen Technologie Hydromatter zur Wassergewinnung aus der Luftfeuchtigkeit am Wettbewerb teil. Mit dieser Idee soll die Wasserknappheit in Kasan (Russland) verringert werden.
  • Schaffung zusätzlicher Grünflächen in Mailand durch die Umgestaltung des Straßennetzes und Reduzierung von Parkplätzen: Laut Aitor López, der die Idee mit seinem Team an der Universität Politècnica de València in Spanien entwickelt hat, können so über einen Zeitraum von 30 Jahren und den Einsatz von autonomen Fahrzeugen zusätzliche Parkplätze und Grünflächen geschaffen werden.
  • "Sharing the Waterfront": Maria Rosaria Angrosino aus Italien will die Informationsversorgung für Bürger, Politiker und Wissenschaftler verbessern, um ihr Engagement für den lokalen Umweltschutz zu fördern. "Sharing the Waterfront" ist eine digitale Plattform zur Überwachung der Umweltverschmutzung in Neapel und zur Bewusstseinsbildung.
  • REbench: Maria Dolniak aus Polen ist die Entwicklerin von REbench, einem System zur Regenwassersammlung durch Parkbänke, das sich in den urbanen Raum einfügt. REbench kann zusätzlich mit Abfalleimern, Bücherregalen oder Wasserpumpen für Kinder ausgestattet werden. Mit dem gesammelten Regenwasser soll die Wasserknappheit in Posen (Polen) mit Hilfe dieser Parkbänke bekämpft werden.
  • DeltaX: Das System Delta X zur Nutzung und Filterung von Regenwasser in Ballungsräumen (von Tijman Dekkers, Niederlande). Bereits nach einer Bauzeit von nur einem Tag kann Delta X für die Regenwassersammlung und -filterung eingesetzt werden. Je nach Aufbau des Systems kann mehr oder weniger Regenwasser gesammelt werden.

Gewinner des internationalen Wettbewerbs wird im November gekürt

Der europäische Wettbewerbsbeitrag wird noch im Juli gekürt und nimmt anschließend an der internationalen Vorausscheidung teil. Der Wettbewerb ist mit einem Preisgeld in Höhe von 56.000 Euro dotiert. Alle Teilnehmer an der internationalen Vorausscheidung werden von einem RICS-Mentor beraten und bei der Entwicklung ihrer Ideen unterstützt. Der Gewinner des internationalen Wettbewerbs wird im November gekürt.

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Schlagworte zum Thema:  Wettbewerb, Stadtentwicklung, Innovation

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