07.10.2013 | Verbände

BID sensibilisiert auf Expo Real Politik für immobilienwirtschaftliche Themen

Staatssekretär Bomba (links): Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch
Bild: ZIA

Die Interessengemeinschaft BID wies bei der Eröffnung der Münchner Fachmesse Expo Real die Politik auf den Stellenwert der Weichenstellungen der künftigen Koalition zur Steuerpolitik und zu Eingriffen in die Immobilienmärkte hin. Zu Gast am Stand war Baustaatssekretär Rainer Bomba.

Die politischen Weichenstellungen seien entscheidend für die weitere Entwicklung der Branche. "Daher dürfen die Belange der Immobilienwirtschaft bei den Koalitionsverhandlungen nicht unter den Tisch fallen", so Andreas Mattner, Vorsitzender der BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland und Präsident des ZIA anlässlich der Standeröffnung auf der Expo Real. "Unsere Vorschläge, die Rahmenbedingungen für den Wohnungsmarkt zu verbessern, liegen auf dem Tisch", versicherte Bomba.

Zu den am dringendsten anstehenden Herausforderungen zählt aus Sicht der BID die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Neubau in Ballungsgebieten. "Die Parteiprogramme der Unionsparteien, aber auch der SPD und der Bündnisgrünen enthalten einige Punkte, die den Wohnungsneubau gefährden könnten", erklärte Walter Rasch, Präsident des Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW).

Energiewende braucht Anreize

Doch nicht nur für den Wohnungsneubau, auch für das Gelingen der Energiewende sind Anreize notwendig: "Investitionen in die Energieeffizienz erfolgen nur, wenn der Nutzen für die Eigentümer und Mieter die Investitionskosten übersteigt", erläuterte Jens-Ulrich Kießling, Präsident des Immobilienverbands IVD: "Wir fordern hier die steuerliche Abschreibung für energetische Modernisierungsmaßnahmen, um so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten."

Außerdem warnte die BID vor Steuererhöhungen, die immense Auswirkungen auf die Investitionsfähigkeit von Unternehmen haben könnten. Darüber hinaus seien bis zum Jahr 2020 drei Millionen altersgerecht ausgestattete Wohnungen notwendig. Hierfür benötige die Branche verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten und finanzielle Mittel.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienwirtschaft, Expo Real

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