Der Macher: Rolf Buch will mit Vonovia weiter wachsen Bild: Vonovia

Dem derzeit größten deutschen Immobilienkonzern, Vonovia, geht es blendend. Das Unternehmen hat sich Firmenchef Rolf Buch zufolge in den vergangenen neun Monaten so gut entwickelt, dass er von einem operativen Ergebnis für 2017 von 980 Millionen Euro ausgeht – nach 760 Millionen Euro im Vorjahr. "Wir haben ganz bewusst die eine Milliarde ausgespart. Die heben wir uns für das Jahr 2019 auf", fügte Buch hinzu.

Die Funds from Operations I (FFO I) sind nach Unternehmensangaben seit Januar um rund 20 Prozent auf 690,5 Millionen Euro gestiegen. Die Mieteinnahmen legten zum September um 8,1 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro zu. Demgegenüber stehen die Aufwendungen für Instandhaltung und Modernisierung: Sie beliefen sich in den ersten drei Quartalen 2017 auf 752,8 Millionen Euro. Das ist fast die Hälfte mehr als im Vorjahreszeitraum.

Beim Konzernüberschuss von 1,2 Milliarden Euro (Januar bis September 2016: 278,3 Millionen Euro) profitierte Vonovia von einer Aufwertung des Immobilienvermögens um rund 14 Prozent auf 30,9 Milliarden Euro.

Vonovia baut im Inland und expandiert ins Ausland

In den kommenden Jahren will Vonovia rund eine Milliarde Euro pro Jahr in Neubau, Dachaufstockungen und Modernisierungen stecken. In diesem Jahr sollen es insgesamt 750 Millionen Euro sein, davon sollen bereits Maßnahmen im Wert von 510 Millionen umgesetzt worden sein. Außerdem will Buch jährlich rund 2.000 Wohnungen neu bauen – insgesamt könnten es 30.000 Wohnungen auf eigenen Grundstücken werden.

Auch erste Schritte ins Ausland sind gegangen: Die Partnerschaft mit der französischen Wohnungsgesellschaft SNI ist bereits besiegelt. Zunächst gehe es darum, den anderen Markt kennenzulernen, sagte Buch. Wie es läuft, soll Anfang 2018 bekannt gegeben werden. 

Schlagworte zum Thema:  Wohnungsunternehmen, Immobilienunternehmen

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