Der Immobilienkonzern Vonovia hat den österreichischen Konkurrenten Conwert geschluckt. Nach der verlängerten Annahmefrist haben 93,09 Prozent der Conwert-Aktionäre das Übernahmeangebot angenommen, wie Vonovia mitteilt. Bis zum Sommer soll die Integration abgeschlossen sein. Es entsteht ein Konzern mit einem Portfolio von rund 355.000 Wohnungen.

Die etwa 24.500 Conwert-Wohnungen liegen überwiegend in Berlin, Dresden, Leipzig, Potsdam und Wien. Mit einem erwarteten Gesamtvolumen von rund 2,7 Milliarden Euro fällt das Geschäft deutlich kleiner aus als die im vergangenen Jahr gescheiterte feindliche Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen. Die rund 14 Milliarden Euro schwere Offerte wurde von den Aktionären der Deutschen Wohnen nicht akzeptiert.

Conwert-Offerte als "freundlich" eingestuft

Bereits bei Bekanntwerden der Pläne hatte Vonovia-Chef Rolf Buch die Offerte für Conwert ausdrücklich als "freundlich" eingestuft. Nach Ende der ersten Annahmefrist im Dezember 2016 hatten die meisten Conwert-Aktionäre das Angebot von Vonovia akzeptiert: nämlich 71,54 Prozent. Aktionäre, die das Angebot bis dahin nicht angenommen hatten, bekamen die Nachfrist bis zum 23.3.2017 eingeräumt. Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde und das Bundeskartellamt hatten ihre Freigabe für die Transaktion bereits erteilt.

Der Immobilienkonzern Vonovia hatte am 18. November die milliardenschwere Übernahme von Conwert gestartet, zwischenzeitlich gab es Spekulationen, ob Vonovia das Angebot noch nachbessern würde. Für die Conwert-Aktien bot Vonovia rund 1,6 Milliarden Euro.