28.06.2013 | Berlin

Vermittlungsausschuss vertagt Steueranpassungsgesetz zum KAGB

Termin verschoben: Das Finanzministerium will die Lücke durch ein Verwaltungsschreiben schließen
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Vermittlungsausschuss hat das Steueranpassungsgesetz zum Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) vertagt. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) sieht dadurch die Gefahr einer erheblichen Unsicherheit bei der Besteuerung von Investmentfonds und ihren Anlegern.

"Gelingt es der Politik nicht, bis zum 22. Juli einen Kompromiss bei der Investmentbesteuerung zu finden, fehlt ab diesem Tag die Grundlage zur Besteuerung des Investmentvermögens und seiner Anleger", so Andreas Mattner, Präsident des ZIA.

Das KAGB sieht vor, dass mit seinem Inkrafttreten das Investmentgesetz aufgehoben wird, wodurch gleichzeitig auch das Investmentsteuergesetz wegfällt. Sowohl private wie auch institutionelle Anleger stehen nun vor der Frage, wie ihre Investments besteuert werden.

Das Bundesfinanzministerium plant, die Lücke durch ein Verwaltungsschreiben zu schließen, um der bestehenden Unsicherheit bei der Besteuerung vor allem von offenen Immobilienfonds bis zum Inkrafttreten eines neuen Investmentsteuerrechts zu begegnen. Das derzeit geltende Investmentsteuergesetz soll demnach mit seinem vom Investmentgesetz abgeleiteten Anwendungsbereich weiterhin Anwendung finden bis zum Inkrafttreten einer Neuregelung.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienfonds

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