Die NordLB denkt Medienberichten zufolge über den Verkauf der 100-prozentigen Immobilientochter Deutsche Hypothekenbank (Deutsche Hypo) und über massiven Stellenabbau nach. Ein Sprecher der Landesbank sagte, es sei noch zu früh, Genaueres zu einem eventuellen Verkauf zu sagen. Es würden jedoch alle Konzerneinheiten einschließlich Tochtergesellschaften und Beteiligungsunternehmen auf den Prüfstand gestellt.

Wegen schwieriger Geschäfte mit Schiffskrediten im Vorjahr soll die größte norddeutsche Landesbank einen Rekordverlust von knapp zwei Milliarden Euro gemacht haben. Wie sehr die Landesbank zu kämpfen hat, belegt nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" ein Plan, den Vorstandschef Thomas Bürkle bereits seit Wochen prüfen lassen soll. Nach Informationen der Zeitung erwägt er demnach, ausgerechnet die prosperierende Deutsche Hypo loszuschlagen.

Die Deutsche Hypothekenbank beschäftigt rund 400 Mitarbeiter am Konzernsitz in Hannover und ist eine der größten Immobilienbanken Deutschlands. Die Verluste im Schiffsgeschäft habe die NordLB in früheren Jahren oft durch Gewinne der Immobilientochter ausgleichen können, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" weiter.

Wie das Nachrichtenportal "spiegel online" schreibt, will die NordLB außerdem bis zu 1.250 Stellen streichen. Bis Ende 2020 sollen demnach 150 bis 200 Millionen Euro eingespart werden, um den Konzern nachhaltig profitabel zu machen.

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