Das österreichische Immobilienunternehmen Buwog hat seinen Aktionären empfohlen, das Umtauschangebot von Deutschlands größtem Immobilienkonzern Vonovia anzunehmen. Das geht aus einer Pflichtmitteilung hervor, die Buwog am Dienstag in Wien veröffentlicht hat. Das Angebot für die Buwog-Aktionäre läuft noch bis zum 12. März. 5,2 Milliarden Euro ist Vonovia der Deal wert.

Die Empfehlung war zu erwarten, haben Management und Aufsichtsrat der Buwog die geplante Übernahme durch die Vonovia doch von Anfang an unterstützt. Die Buwog-Aktie lag am Dienstagmorgen beim Broker Lang & Schwarz um 0,6 Prozent im Plus. Mit einem Kurs von 28,6 Prozent lagen die Papiere nur leicht unter dem Übernahmeangebot von 29,05 Euro in bar.

Mindestens 50 Prozent plus eine Aktie will Deutschlands derzeit größter Immobilienkonzern Vonovia einsammeln. Finanzieren will der Dax-Konzern die Übernahme komplett mit Fremdkapital – etwa mit Anleihen. Pro Anteilsschein bietet Vonovia den Buwog-Aktionären 29,05 Euro in bar. Den Zusammenschluss hatten beide Unternehmen bereits im Dezember 2017 angekündigt.

Wettbewerbsbehörden beider Länder haben Deal zugestimmt

Durch die Übernahme wird der Bochumer Konzern in den Besitz weiterer knapp 50.000 Wohnungen in Deutschland und Österreich kommen. Mit aktuell rund 350.000 verwalteten Wohnungen ist Vonovia rund sieben Mal so groß wie die Buwog. Vonovia hatte im vergangenen Jahr bereits den österreichischen Immobilienkonzern Conwert mit 24.500 Wohnungen übernommen.

Sowohl die deutsche als auch die österreichische Wettbewerbsbehörde hat dem Deal schon zugestimmt.

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