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Metro rutscht tiefer in die roten Zahlen und streicht Dividende

Einzig die Metro-Großmärkte schrieben schwarze Zahlen
Bild: Windorias ⁄

Der Handelskonzern Metro hat in den ersten neun Monaten 2013 unter dem Strich 71 Millionen Euro Verlust gemacht. Im Vorjahr wurde noch ein Minus von 14 Millionen Euro verzeichnet. Nun will die Metro AG den Aktionären erstmals in der Firmengeschichte die Dividende streichen.

Grund für den Ergebnisrückgang sei vor allem die Bilanz des auf neun Monate verkürzten Geschäftsjahres 2013. Die Zahlen seien deshalb nur begrenzt aussagekräftig: Denn der Konzern verdient traditionell einen Großteil seines Gewinns im Weihnachtsquartal, das in diesem Jahr in der Bilanz fehlt.

Spuren im Zahlenwerk hinterließen auch das weiterhin schwierige wirtschaftliche Umfeld in vielen Teilen Europas, ungünstige Wechselkursschwankungen und der Verkauf des Osteuropa-Geschäfts der Lebensmittelkette Real. Die Folge: Der Umsatz des Handelsriesen sank um 2,2 Prozent auf 46,3 Milliarden Euro.

Einzig Großmärkte schreiben schwarze Zahlen

Konzernchef Olaf Koch, der die Metro wieder stärker auf Wachstum trimmen will, zeigte sich dennoch mit der Entwicklung des Konzerns zufrieden. Die Metro AG sei in den vergangenen neun Monaten "sehr gut vorangekommen", schrieb er in einem Brief an die Aktionäre. In vielen Ländern habe der Konzern seine Marktanteile ausgebaut. Zur Metro AG gehören neben den gleichnamigen Großmärkten auch die Elektronikketten Media Markt und Saturn, die Real-Supermärkte und die Kaufhof-Warenhäuser.

Einzig die Metro-Großmärkte schrieben in den neun Monaten des Geschäftsjahres 2013 schwarze Zahlen. Real und Kaufhof konnten ihre Verluste immerhin im Vorjahresvergleich reduzieren. Bei Media Markt und Saturn fielen sie dagegen mit 33 Millionen Euro gut fünf Mal so hoch aus wie im Vorjahr. Schuld daran waren nicht zuletzt Preissenkungen, mit denen die Elektronikketten gegenüber der Online-Konkurrenz wettbewerbsfähiger werden wollten.

Für das Geschäftsjahr 2013/2014 rechnet der Konzern - bereinigt um Portfolioveränderungen und Währungseinflüsse - wieder mit einem leichten Umsatzplus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern vor Sonderfaktoren soll "spürbar" über dem bereinigten Vorjahreswert liegen.

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