Der Immobilienkonzern LEG hat seinen operativen Gewinn aus dem laufenden Geschäft (FFO I) durch höhere Mieteinnahmen im Jahresvergleich um 5,1 Prozent auf 156,4 Millionen Euro gesteigert. Der Nettogewinn sank von April bis Juni jedoch um fast zwölf Prozent. Das teilte das im MDax notierte Unternehmen mit. Außerdem hat LEG angekündigt, 3.750 Wohnungen in Nordrhein-Westfalen vom Konkurrenten Vivawest zu übernehmen.

Außerdem habe das Unternehmen von einem weiterhin niedrigen Leerstand profitiert. Allerdings bremsten höhere Modernisierungskosten die Bilanz. Im zweiten Jahresviertel legte der FFO 1 im Jahresvergleich um 11,7 Prozent auf 82,2 Millionen Euro zu.

"Wir sind weiterhin auf Kurs, um unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen und gehen für die zweite Jahreshälfte von einem stärkeren Gewinnwachstum aus. " Unternehmenschef Thomas Hegel

Im Gesamtjahr will der Vorstand den operativen Gewinn auf 315 bis 323 Millionen Euro nach oben treiben. Für 2019 hat er eine weitere Steigerung auf 338 bis 344 Millionen Euro ins Auge gefasst.

Nettogewinn um zwölf Prozent gesunken

Der Nettogewinn sank von April bis Juni jedoch trotz einer leichten Aufwertung des Immobilienportfolios um fast zwölf Prozent auf knapp 345 Millionen. Das Unternehmen führte den Rückgang darauf zurück, dass der Wert der Wohnungen weniger stark zugelegt hätte als im Vorjahr.

Erst jüngst hatte LEG angekündigt, die Investitionen für Instandhaltung und Modernisierung 2018 kräftig erhöhen zu wollen. Mit rund 250 Millionen Euro soll der höchste Wert seit rund 20 Jahren erreicht werden.

Kaltmieten stiegen um 2,7 Prozent

LEG profitiert wie andere Immobilienkonzerne vom Wohnungsboom in den deutschen Ballungszentren. Im zweiten Quartal stiegen bei den Düsseldorfern die Kaltmieten auf vergleichbarer Fläche um 2,7 Prozent auf 5,54 Euro pro Quadratmeter. Im Jahresverlauf rechnet LEG im Schnitt mit um drei Prozent höheren Mieten als 2017. Allerdings kann das Unternehmen nach eigenen Angaben für gut ein Viertel seiner rund 130.200 Mietwohnungen wegen einer Mietpreisbindung nicht viel mehr verlangen.

LEG wird 3.750 Wohnungen in NRW übernehmen

Außerdem hat LEG angekündigt, 3.750 Wohnungen in Nordrhein-Westfalen vom Konkurrenten Vivawest zu übernehmen. Der Konzern verspricht sich dadurch Synergien. Die Kartellbehörde muss dem Geschäft noch zustimmen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Wohnungsportfolio erzielte den Angaben zufolge im vergangenen Geschäftsjahr Mieteinnahmen von rund 13,5 Millionen Euro.

 

 

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