Der Immobilienentwickler GBI AG will sich neu aufstellen. Der Bereich Wohnungsbau - insbesondere der geförderte - soll deutlich ausgebaut werden. Außerdem will das Unternehmen mehr am internationalen Markt tätig sein. Die operativen Geschäfte werden künftig mit zwei Gesellschaften durchgeführt und durch eine Holdinggesellschaft gesteuert.

Zum verstärkten Engagement im Bereich Wohnungsbau sollen auch geförderte Studentenwohnheime gehören. Eine Studie des Moses Mendelssohn Instituts (MMI) im Auftrag von GBI hatte im vergangenen Jahr ergeben, dass sich die Wohnungssituation für Studierende  zum Semesterstart 2017 in einigen deutschen Hochschulstädten im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verschlechtert hat.

Den Schritt in den internationalen Markt hat die GBI AG in Österreich begonnen: Es wurde eine Österreich-Gesellschaft gegründet, erste Projekte stehen kurz vor der Eröffnung. 

Neuorganisation wegen höherem Projekt- und Umsatzvolumen

Hintergrund der Neuorganisation ist nach Aussage der GBI AG, dass sowohl das Projekt- als auch das Umsatzvolumen der Unternehmensgruppe zuletzt deutlich gestiegen sind.

Die gewerblichen Geschäftsfelder sollen weiterhin in der GBI AG gebündelt sein. In der künftigen Schwestergesellschaft GBI Wohnungsbau GmbH werden die Produkte Wohnen, gefördertes Wohnen, SMARTments living und SMARTments student zusammengefasst.

Holding übernimmt übergeordnete Funktionen

Die übergeordneten Funktionen der Gruppe sollen durch eine Holdinggesellschaft wahrgenommen werden. Die Holding entsteht zunächst durch die Umwandlung der Moses Mendelssohn Vermögensverwaltung GmbH in die GBI Holding GmbH. Diese soll noch in diesem Jahr in die Gesellschaftsform einer Aktiengesellschaft überführt werden. Alleingesellschafterin der Holding ist zukünftig die Moses Mendelssohn Stiftung. Die GBI AG und die GBI Wohnungsbau GmbH sind damit zu hundert Prozent Tochtergesellschaften der Moses Mendelssohn Stiftung.

Neue Prokuristen verstärken Führungsteam

Im Rahmen der Umstellung hat die GBI-Gruppe ihr Führungsteam um mehrere jüngere Prokuristen ergänzt.

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