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Tübingen macht Druck auf Eigentümer leerer Häuser

Tübingen bereitet eine Zweckentfremdungssatzung vor
Bild: Bürger- und Verkehrsverein Tübingen

Der Tübinger Stadtverwaltung macht Eigentümern leerstehender Häuser Druck: Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) forderte 56 Hausbesitzer erneut auf, ihre nicht bewohnten Gebäude an die Stadt zu vermieten, damit diese für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt werden können. Die Stadtverwaltung bereitet derzeit nach eigenen Angaben eine Zweckentfremdungssatzung vor.

Unter Geltung einer Zweckentfremdungssatzung können Eigentümer bei Leerstand mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro bestraft werden. Die Satzung werde in Tübingen voraussichtlich im Sommer 2016 in Kraft treten. Mehrere Städte wie Stuttgart oder Freiburg setzen bereits auf ein Zweckentfremdungsverbot, um gegen Wohnungsknappheit vorzugehen.

Die Eigentümer waren bereits einmal angeschrieben worden, weniger als die Hälfte reagierte. „Wir sind als Stadtgesellschaft dringend darauf angewiesen, dass wir leerstehende Gebäude in unserer Stadt wieder nutzen“, betonte Palmer.

Schlagworte zum Thema:  Leerstand, Flüchtlinge, Haus, Eigentümer, Wohnraum, Zweckentfremdung, Satzung

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