Die ehemals auf Ostdeutschland spezialisierte TLG wächst durch die WCM-Übernahme kräftig in den Westen Bild: Corbis

Die Berliner TLG hat den Frankfurter Konkurrenten WCM mit einem Wert von 450 Millionen Euro geschluckt. Die Fusion war im Mai angekündigt worden. Knapp 78 Prozent der Aktionäre haben die Offerte innerhalb der Annahmefrist (5. September) angenommen, wie TLG Immobilien mitteilte. Durch die Fusion entsteht ein Unternehmen mit einem Gewerbeimmobilien-Portfolio im Wert von insgesamt drei Milliarden Euro.

Laut TLG schließt sich nun eine weitere zweiwöchige Umtauschmöglichkeit für die Aktionäre der WCM bis zum 26. September an. Bis dahin können die restlichen Aktionäre eine neue Aktie der TLG gegen jeweils 5,75 WCM-Aktien eintauschen.

Durch die Übernahme expandiert TLG, die früher in DDR-Staatsbesitz war und vor allem in Ostdeutschland präsent war, in den Westen Deutschlands, wo sich damit knapp 50 Prozent des Bestandes befindet. Mehr als 75 Prozent des neuen Portfolios liegen in den Wachstumsstandorten Berlin, Frankfurt am Main, Dresden, Leipzig und Rostock. Der Hauptsitz des gemeinsamen Unternehmens wird in Berlin bleiben.

WCM hatte im Jahr 2014 einen Neuanfang gestartet, nachdem der Immobilienkonzern Jahre zuvor in die Insolvenz geschlittert war. Vor etwa einem Jahr war dann überraschend der Konkurrent DIC Asset bei WCM mit knapp 26 Prozent eingestiegen. Die WCM-Aktionäre Karl Ehlerding und seine Familie halten zusammen 14 Prozent am Unternehmen.

Während Übernahmen im Wohnungssegment häufig sind, ist der Gewerbeimmobiliensektor noch eher kleinteilig.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienunternehmen, Übernahme

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