| Frankfurt am Main

Staatssekretär sieht Passivhäuser bei Energiespardiskussion vernachlässigt

Weinmeister: "Mit Passivhausbauweise lässt sich beim Heizen enorm sparen"
Bild: Allmann Sattler Wappner Architekten

Der hessische Umweltstaatssekretärs Mark Weinmeister (CDU) kritisierte bei der Internationalen Passivhaustagung in Frankfurt am Main die Energiediskussion: Passivhäuser kämen zu kurz, das Thema Wärmeenergie werde an den Rand gedrängt.

Zentrales Thema der Energiewende sei Strom, sagte Weinmeister, dabei sei der Preis für Heizenergie wesentlich stärker gestiegen als der Strompreis.

Mit Passivhausbauweise lasse sich beim Heizen enorm sparen: So brauche ein Haus nur noch jährlich 1,5 Liter Heizöl pro Quadratmeter. Der Durchschnittsverbrauch aller Häuser liege in Hessen derzeit noch bei 27 Litern Heizöl im Jahr. Mit besonders starker Dämmung und spezieller Lüftung kommen Passivhäuser ohne klassische Heizung und Klimaanlage aus.

Frankfurt gilt in Deutschland als Passivhauptstadt: Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) verwies auf den Beschluss der Stadt aus dem Jahr 2007, städtische Gebäude nur noch in Passivhausbauweise zu errichten. Derzeit sei im Stadtteil Höchst das weltweit erste Krankenhaus mit dieser Technik geplant. 

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